Deutsche Redaktion

Vier Jahre nach der Befreiung: Europäische Delegation in Butscha

31.03.2026 12:12
Butscha gilt als eines der bekanntesten Symbole für russische Kriegsverbrechen zu Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden dort mehr als 500 Zivilisten getötet, darunter Frauen und Kinder.
Ein vom Pressedienst des ukrainischen Auenministeriums zur Verfgung gestelltes Foto zeigt den ukrainischen Auenminister Andrii Sybiha (3. v. r.), die Hohe Vertreterin der EU fr Auen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas (Mitte), und den deutschen Auenminister Johann Wadephul (2. v. r.) bei einer Kerzenlichtzeremonie zum Gedenken an den vierten
Ein vom Pressedienst des ukrainischen Außenministeriums zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha (3. v. r.), die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas (Mitte), und den deutschen Außenminister Johann Wadephul (2. v. r.) bei einer Kerzenlichtzeremonie zum Gedenken an den vierten EPA/PRESSEDIENST DES UKRAINISCHEN AUSSENMINISTERIUMS HANDOUT NUR FÜR REDAKTIONELLE ZWECKE/KEIN VERKAUF

Eine Delegation der Europäischen Union hat am vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha der Opfer der russischen Besatzung gedacht. In der Stadt bei Kyjiw legten die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die Außenminister der Mitgliedstaaten Blumen nieder. Zu den Teilnehmern gehörte auch Polens Außenminister Radosław Sikorski.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte nach dem Besuch, die Zukunft und Sicherheit Europas würden „hier, auf ukrainischem Boden“ entschieden. Butscha sei ein Symbol russischer Grausamkeit, zugleich aber auch ein Zeichen für die Widerstandskraft der Ukraine. Rechenschaft für die Verbrechen sei die Grundlage für einen dauerhaften, gerechten Frieden, schrieb Sybiha im Netzwerk X. Er betonte zudem, die Ukraine arbeite mit zuständigen Institutionen und Gerichten zusammen, damit kein Verbrechen ungesühnt bleibe.

Die Visite fiel mit einem Treffen der EU-Außenminister in Kyjiw zusammen. Sikorski war gemeinsam mit den anderen Ministern per Zug in die ukrainische Hauptstadt gereist. Zu den Beratungen wurden auch Präsident Wolodymyr Selenskyj und Sybiha erwartet.

Butscha gilt als eines der bekanntesten Symbole für russische Kriegsverbrechen zu Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden dort mehr als 500 Zivilisten getötet, darunter Frauen und Kinder. Dutzende Menschen gelten weiterhin als vermisst. Augenzeugen berichteten nach der Befreiung der Stadt von Erschießungen, Folter und Massengräbern.

IAR/adn


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