Deutsche Redaktion

Krieg in Nahost: Trump kündigt US-Rückzug in drei Wochen an – Teheran bestreitet Verhandlungen

01.04.2026 10:53
Trump erklärte, die USA hätten die iranische nukleare Bedrohung beseitigt. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass der Krieg nicht länger als zwei bis drei Wochen dauern werde. Der iranische Außenminister Abbas Aragczi wies unterdessen Berichte über Verhandlungen mit den USA zurück.
US-Prsident Donald J. Trump hlt am 31. Mrz 2026 im Oval Office des Weien Hauses in Washington, D.C., USA, eine Rede anlsslich der Unterzeichnung einer Durchfhrungsverordnung. Die Verordnung weist die Bundesregierung an, den Bundesstaaten ber den US Postal Service Daten zur Wahlberechtigung zur Verfgung zu stellen. EPAAARON SCHWARTZ  POOL
US-Präsident Donald J. Trump hält am 31. März 2026 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, D.C., USA, eine Rede anlässlich der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung. Die Verordnung weist die Bundesregierung an, den Bundesstaaten über den US Postal Service Daten zur Wahlberechtigung zur Verfügung zu stellen. EPA/AARON SCHWARTZ / POOL EPA/AARON SCHWARTZ / POOL Quelle: PAP/EPA.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Vereinigten Staaten würden sich innerhalb von zwei bis drei Wochen aus dem Iran zurückziehen. Das Weiße Haus teilte zugleich mit, Trump werde in der Nacht eine Ansprache an die Amerikaner zum Thema Iran halten.

Trump erklärte, die USA hätten die iranische nukleare Bedrohung beseitigt. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass der Krieg nicht länger als zwei bis drei Wochen dauern werde. Er deutete zudem an, den Konflikt beenden zu wollen, auch wenn die Straße von Hormus blockiert bleiben sollte. Länder, die Öl oder Gas beziehen wollten, müssten die Meerenge dann selbst durchqueren und für ihre Sicherheit sorgen, sagte der Präsident.

Außerdem erklärte Trump, der Wiederaufbau der Schäden werde den Iran 15 bis 20 Jahre kosten. Zugleich behauptete er, in Teheran habe bereits ein Regimewechsel stattgefunden. Dort seien nun andere Kräfte an der Macht, die er als rationaler bezeichnete.

Teheran bestreitet Verhandlungen

Der iranische Außenminister Abbas Aragczi wies unterdessen Berichte über Verhandlungen mit den USA zurück. In einem Interview mit Al Jazeera sagte er, zwischen Teheran und Washington gebe es keine Verhandlungen. Zwar sende der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, ihm Nachrichten, doch bedeute das nach iranischer Darstellung noch keine Gespräche. Dabei handle es sich entweder um Warnungen oder um über regionale Kanäle übermittelte gegenseitige Positionen.

Aragczi zufolge hat Iran 15 Vorschläge aus den USA erhalten, ohne bislang eigene vorzulegen. Einen Waffenstillstand lehnt Teheran demnach ab und fordert stattdessen ein endgültiges Ende des Krieges im gesamten Nahen Osten.

Demgegenüber erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses gegenüber Al Jazeera, die USA stünden mit maßgeblichen Personen in der iranischen Führung in Kontakt, die zu einer Einigung bereit seien. Auch Trump und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerten sich zuversichtlich, dass es bald zu einer Verständigung mit dem Iran kommen könne.

Das Weiße Haus kündigte eine Rede Trumps für 21.00 Uhr Ortszeit in Washington an, das entspricht 3.00 Uhr nachts in Polen. Worum es dabei im Einzelnen gehen soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

IAR/adn


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