Deutsche Redaktion

Polen wegen Brand in tschechischem Rüstungsbetrieb festgenommen

07.04.2026 06:00
Der polnische Inlandsgeheimdienst hat in Warschau Polen im Zusammenhang mit dem Brand einer Produktionshalle des Unternehmens LPP Holding festgenommen. Die Täter werden der Beihilfe zur vorsätzlichen Brandstiftung mit terroristischem Hintergrund beschuldigt.
Funktionre der Agentur fr Innere Sicherheit (ABW) haben in Warschau polnische Staatsbrger im Zusammenhang mit einem Brand festgenommen, der am 20. Mrz 2026 in einer Produktionshalle des Unternehmens LPP Holding in Pardubice ausgebrochen war.
Funktionäre der Agentur für Innere Sicherheit (ABW) haben in Warschau polnische Staatsbürger im Zusammenhang mit einem Brand festgenommen, der am 20. März 2026 in einer Produktionshalle des Unternehmens LPP Holding in Pardubice ausgebrochen war. KGPSP/X

Funktionäre der Agentur für Innere Sicherheit (ABW) haben in Warschau polnische Staatsbürger im Zusammenhang mit einem Brand festgenommen, der am 20. März 2026 in einer Produktionshalle des Unternehmens LPP Holding in Pardubice ausgebrochen war. Der Betrieb arbeitet mit dem israelischen Konzern „Elbit Systems“ bei der Herstellung von Drohnen zusammen. Wie der Sprecher des Ministers für die Koordinierung der Geheimdienste, Jacek Dobrzyński, letzte Woche mitgeteilt hat, wurde den Festgenommenen die Beihilfe zur vorsätzlichen Brandstiftung vorgeworfen, die erhebliche infrastrukturelle und materielle Schäden verursacht habe.

Nach Angaben der ABW und der Staatsanwaltschaft hatte der Brand terroristischen Charakter und sollte Personen einschüchtern sowie die Behörden in Tschechien zu bestimmten Schritten zwingen. Die Festgenommenen, die 23-jährige Aleksandra Ż. und der 22-jährige Filip B., haben sich nicht zu den Vorwürfen bekannt. Das Gericht hat gegen sie eine Untersuchungshaft für drei Monate verhängt. Die Ermittlungen werden in Zusammenarbeit mit tschechischen Staatsanwälten geführt.

Internationaler Hintergrund des Vorfalls 

Nach dem Brand haben der tschechische Staatssicherheitsrat sowie Premierminister Andrej Babiš die Rüstungsbetriebe aufgefordert, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und die Kosten für den Schutz eigenständig zu tragen. Der tschechische Innenminister Lubomír Metnar wies darauf hin, dass der Vorfall terroristischen Charakter haben könne. In Zusammenhang mit dem Brand hat die tschechische Polizei drei Personen festgenommen– einen Staatsbürger Tschechiens, der USA und der Slowakei. Gegen sie wurden Vorwürfe eines Terroranschlags und der Beteiligung an einer Terrorgruppe gestellt.

In Brand geraten sind eine Lagerhalle und ein Verwaltungsgebäude. Der Schaden für das Unternehmen wird auf mehrere hundert Millionen Kronen geschätzt. In der Anlage wurden Arbeiten an Kommunikationssystemen für die Eisenbahn sowie an optoelektronischen Geräten durchgeführt. Der Vorfall hat dadurch eine strategische Bedeutung aufgrund der Sicherheit der Rüstungsindustrie.

PAP/PR/ps

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