Deutsche Redaktion

EU schützt Stahlmarkt stärker – Polen begrüßt Einigung

15.04.2026 11:34
Aus polnischer Sicht ist auch wichtig, dass die Ukraine trotz entsprechender Forderungen nicht von den neuen Regeln ausgenommen werden soll. Besonders relevant ist zudem eine neue Anti-Umgehungsregel gegen Russland.
Szczyt Europy: tłumy Włochów i garstka Polaków na egzaminie do instytucji UE
Szczyt Europy: tłumy Włochów i garstka Polaków na egzaminie do instytucji UEReuters

Die EU will zollfreie Stahlimporte deutlich kürzen und damit die europäische Industrie, darunter auch die polnischen Hütten, vor weiterem Preisdruck schützen. Unterhändler des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten einigten sich darauf, die zollfreien Kontingente ab Mitte des Jahres im Vergleich zu den Grenzwerten von vor zwei Jahren um 47 Prozent zu senken.

Mengen oberhalb der neuen Quoten sollen künftig mit Zöllen von 50 statt bisher 25 Prozent belegt werden. Nach Angaben aus Brüssel würden so mehr als 18 Millionen Tonnen billigen Stahls weniger auf den EU-Markt gelangen. Polen zeigt sich mit den zentralen Punkten der Einigung zufrieden und prüft nun die Details.

Aus polnischer Sicht ist auch wichtig, dass die Ukraine trotz entsprechender Forderungen nicht von den neuen Regeln ausgenommen werden soll.

Besonders relevant ist zudem eine neue Anti-Umgehungsregel gegen Russland. Künftig soll die Herkunft von Stahl danach bestimmt werden, in welchem Land er zuerst geschmolzen und gegossen wurde. Damit soll verhindert werden, dass russischer Stahl in Drittstaaten weiterverarbeitet und anschließend trotz Sanktionen mit geänderter Herkunft in die EU exportiert wird.

IAR/adn


Nach Gespräch mit Putin: Trump stellt Lockerung von Russland-Ölsanktionen in Aussicht

10.03.2026 12:06
Trump kündigte an, ölbezogene Sanktionen gegen einige Länder vorübergehend auszusetzen. Auf Nachfrage bestätigte Trump, dass dies auch Russland betreffe. „Vielleicht müssen wir sie nicht wieder in Kraft setzen, weil Frieden in der Welt herrschen wird“, erklärte er. In Bezug auf den Krieg gegen den Iran sagte Trump, der Krieg sei fast beendet.

Kallas kritisiert Lockerung von US-Sanktionen gegen russisches Öl

16.03.2026 09:27
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Lockerung von US-Sanktionen gegen russisches Öl scharf kritisiert. Der Druck auf Moskau müsse erhöht und nicht verringert werden, sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eines der zentralen Themen der Beratungen.

Kreml profitiert vom Krieg im Iran. „Höhere Einnahmen für den russischen Haushalt“

23.03.2026 15:00
Der Krieg im Nahen Osten hat die Ölpreise auf den Weltmärkten steigen lassen. Nach Einschätzung des Ökonomen Marek Zuber wird der Kreml davon profitieren. „Das wird zu höheren Einnahmen für den russischen Haushalt führen. Russland wird mehr Mittel für die Finanzierung des Krieges in der Ukraine haben“, so der Experte im Polnischen Rundfunk.