Die Basis der britischen Luftstreitkräfte in Akrotiri war in der Nacht zum Montag von einer Drohne attackiert worden. Dabei entstand nach offiziellen Angaben nur geringer Sachschaden. „Infolge dieses unvorhergesehenen Ereignisses, das leider die heutigen Flüge nach Zypern beeinträchtigt hat, hat die zyprische Präsidentschaft beschlossen, das informelle Treffen des Rates ‚Allgemeine Angelegenheiten‘ auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, hieß es in einer Mitteilung.
Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis erklärte auf der Plattform X, die Behörden hätten umgehend die vorgesehenen Sicherheitsprotokolle aktiviert. Das genaue Herkunftsland der Drohne werde noch überprüft. Bestätigt sei jedoch, dass die Republik Zypern nicht Ziel des Angriffs gewesen sei.
Zypern hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Für Montag war in Nikosia ein informelles Treffen der EU-Minister für europäische Angelegenheiten geplant. Auch Vertreter von EU-Beitrittskandidaten sowie Großbritanniens sollten teilnehmen.
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund der Eskalation im Nahen Osten. Die USA und Israel hatten am Samstag Angriffe auf den Iran begonnen und weitere Militäraktionen angekündigt. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel und andere Staaten in der Region, insbesondere auf dort stationierte US-Stützpunkte.
Der britische Premierminister Keir Starmer hatte am Sonntag erklärt, er habe den USA gestattet, britische Basen für Angriffe auf iranische Raketenlager oder Abschussrampen „zu defensiven Zwecken“ zu nutzen.
IAR/jc