Deutsche Redaktion

Warschau und Eriwan vertiefen Verteidigungskooperation

07.05.2026 11:20
Vorgesehen sind weitere Ausbildungsprogramme für armenische Offiziere an der Akademie für Kriegskunst in Warschau, gemeinsame Übungen und die Eröffnung eines armenischen Militärattachés in Polen.
Der stellvertretende Ministerprsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (rechts) und der armenische Verteidigungsminister Suren Papikyan (links) bei der Begrung vor dem Treffen im Verteidigungsministerium in Warschau am 6. dieses Monats. (aldg) PAPLeszek Szymański
Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (rechts) und der armenische Verteidigungsminister Suren Papikyan (links) bei der Begrüßung vor dem Treffen im Verteidigungsministerium in Warschau am 6. dieses Monats. (aldg) PAP/Leszek SzymańskiPAP/Leszek Szymański

Polen will seine Rolle als Rüstungspartner Armeniens ausbauen. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte nach Gesprächen mit seinem armenischen Amtskollegen Suren Papikyan in Warschau, beide Seiten hätten einen Regierungsplan für die militärische Zusammenarbeit im laufenden Jahr angenommen.

Vorgesehen sind weitere Ausbildungsprogramme für armenische Offiziere an der Akademie für Kriegskunst in Warschau, gemeinsame Übungen und die Eröffnung eines armenischen Militärattachés in Polen.

Nach Angaben Kosiniak-Kamyszs interessiert sich Armenien außerdem für polnische Rüstungsgüter. Besonders hob der Minister Panzer hervor. Polen bereitet derzeit die stärkere Einbindung der heimischen Industrie in die Produktion des K2-Panzers vor. Diese sogenannte Polonisierung soll im Werk Bumar-Łabędy erfolgen und ist ein wichtiges Element polnischer Rüstungsindustriepolitik.

Die Annäherung steht in einem größeren geopolitischen Zusammenhang. Armenien hat sich in den vergangenen Jahren von Russland distanziert und sucht neue sicherheitspolitische Partner. Polen tritt dabei als westlicher Ansprechpartner auf. Ebenfalls diese Woche hatte Premierminister Donald Tusk Eriwan im Rahmen des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft besucht. 

IAR/adn

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