Deutsche Redaktion

Peter Magyar besucht Polen und trifft Tusk sowie Wałęsa

19.05.2026 11:02
Die erste Auslandsreise des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar führt nach Polen – und sendet nach Einschätzung von Experten ein klares Signal an Europa. Die Politikwissenschaftlerin Katarzyna Kamińska-Korolczuk von der Universität Danzig sprach von einem symbolischen „Neustart“ der Beziehungen Ungarns zur Europäischen Union.
Peter Magyar
Peter Magyar Reuters

Die Reise beginne am Dienstag und führe Magyar nach Krakau, Warschau und Gdańsk/Danzig. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Polens Ministerpräsidenten Donald Tusk und Präsidenten Karol Nawrocki sowie ein Treffen mit dem früheren polnischen Staatspräsidenten Lech Wałęsa im Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig.

„Das wird keine gewöhnliche diplomatische Reise“, sagte Kamińska-Korolczuk der Nachrichtenagentur PAP. Die Auswahl der Städte sei bewusst getroffen worden und stehe für einen Kurswechsel Budapests hin zu einer stärker proeuropäischen Politik des Dialogs und gemeinsamer Werte.

Besondere Bedeutung misst die Expertin dem geplanten Treffen Magyars mit Kardinal Grzegorz Ryś in Krakau bei. Der Geistliche stehe für einen offenen und dialogorientierten Flügel der katholischen Kirche in Polen. Dies könne als Zeichen einer „weichen Diplomatie“ verstanden werden.

Auch der Besuch in Gdańsk habe hohen Symbolwert. Die Stadt gelte als Wiege der Solidarność-Bewegung und der demokratischen Transformation in Mittel- und Osteuropa. Wałęsa wiederum verkörpere wie kaum ein anderer den demokratischen Wandel der Region.


PAP/jc


 

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