Deutsche Redaktion

Außenminister verurteilt Israels Vorgehen gegen Global Sumud Flotilla- Aktivisten

21.05.2026 12:00
Wir fordern die Freilassung aller polnischen Staatsbürger, erklärte am Donnerstag der polnische Außenminister Radosław Sikorski. Diesbezüglich werde er den Geschäftsträger Israels in Warschau ins Außenministerium einbestellen, teilte er mit. Berichten zufolge werden derzeit Aktivisten der Global Sumud Flotilla von israelischen Behörden misshandelt.
In einem am Mittwoch vom israelischen Minister fr Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, verffentlichten Video ist zu sehen, wie er sich ber die festgenommenen Aktivisten lustig macht. Gezeigt werden unter anderem mehrere Dutzend auf dem Boden kniende Aktivisten, whrend Ben Gvir eine israelische Flagge schwenkt und auf Hebrisch ruft: Willkomm
In einem am Mittwoch vom israelischen Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, veröffentlichten Video ist zu sehen, wie er sich über die festgenommenen Aktivisten lustig macht. Gezeigt werden unter anderem mehrere Dutzend auf dem Boden kniende Aktivisten, während Ben Gvir eine israelische Flagge schwenkt und auf Hebräisch ruft: „WillkommX

Polen hat das Vorgehen der israelischen Behörden gegenüber den festgenommenen Aktivisten der Global Sumud Flotilla veruteilt. Die Aktivisten sind in der vergangenen Woche vom türkischen Hafen Marmaris in Richtung der Küste des Gazastreifens mit humanitärer Hilfe aufgebrochen. Nach ihren Angaben haben israelische Streitkräfte in den vergangenen Tagen 50 Schiffe des Konvois mit 428 Personen abgefangen. Radosław Sikorski erklärte am Donnerstag auf X, dass „Polen das Vorgehen der Vertreter der israelischen Behörden gegenüber den von der israelischen Armee festgenommenen Aktivisten der Global Sumud Flotilla, unter denen sich auch polnische Staatsbürger befinden, entschieden verurteilt“.

Wie der Minister mitgeteilt hat, habe er angeordnet, den Geschäftsträger Israels in Warschau unverzüglich einzubestellen, „um ihm unseren Ausdruck der Empörung sowie die Forderung nach einer Entschuldigung für das äußerst unangemessene Verhalten eines Mitglieds der israelischen Regierung zu übermitteln“. „Wir fordern die sofortige Freilassung der polnischen Staatsbürger sowie ihre Behandlung im Einklang mit internationalen Standards“, betonte Radosław Sikorski. Die Tatsache, dass das Außenministerium polnischen Staatsbürgern von Reisen nach Israel und Palästina abgeraten habe, bedeute nicht, dass wir die Verletzung ihrer Rechte und ihrer Würde akzeptieren, fügte er hinzu. „Die Sicherheit unserer Bürger bleibt höchste Priorität“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident.

Außerdem seien „unsere Konsuln gemeinsam mit den konsularischen Diensten jener Staaten, deren Vertreter sich ebenfalls an Bord der von israelischen Streitkräften abgefangenen Boote befanden, vor Ort. (...) Wir erwarten, dass so schnell wie möglich die Genehmigung für Treffen mit den Festgehaltenen erteilt wird“, betonte Radosław Sikorski.

In einem am Mittwoch vom israelischen Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, veröffentlichten Video ist zu sehen, wie er sich über die festgenommenen Aktivisten lustig macht. Gezeigt werden unter anderem mehrere Dutzend auf dem Boden kniende Aktivisten, während Ben Gvir eine israelische Flagge schwenkt und auf Hebräisch ruft: „Willkommen in Israel, hier bestimmen wir.“

PAP/MSZ/X/ps

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