Der konservative Europaabgeordnete Jacek Saryusz-Wolski sprach auf der Plattform X davon, man wolle Polen „Skłodowska stehlen“. Der Beitrag löste in sozialen Netzwerken zahlreiche Reaktionen aus – von Kritik an der Darstellung bis hin zu Vorwürfen einer angeblichen Geschichtsumdeutung.
Tatsächlich handelt es sich bislang lediglich um einen Entwurf im Rahmen der Planungen für eine neue Euro-Banknotenserie. Die EZB prüft seit mehreren Jahren verschiedene Gestaltungskonzepte. Einer der Vorschläge trägt den Titel „Europäische Kultur“ und sieht Persönlichkeiten der europäischen Geschichte auf den Geldscheinen vor. In diesem Zusammenhang wird auch Skłodowska-Curie als einzige Person diskutiert, die Nobelpreise in zwei unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen erhielt.
Nach Angaben des Portals Politico hatten polnische Diplomaten sowie der Präsident der polnischen Nationalbank, Adam Glapiński, bei der EZB interveniert. Sie kritisierten, dass zunächst nur die französische Namensform „Marie Curie“ verwendet worden sei.
Die EZB betonte inzwischen, dass noch keine endgültige Entscheidung über das Design der neuen Banknoten getroffen worden sei. Auch die Schreibweise der Namen stehe noch nicht fest. Als alternatives Gestaltungsthema werden „Flüsse und Vögel“ diskutiert.
Eine Entscheidung über die endgültigen Entwürfe wird bis Ende 2026 erwartet. Danach dürften noch mehrere Jahre vergehen, bis neue Banknoten tatsächlich in Umlauf kommen.
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