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Slowakei will Polen mit Radar gegen Drohnenbedrohungen unterstützen

27.08.2026 10:21
Die Slowakei will mit Soldaten und modernen 3D-Radaren den Luftraum über Polen und Rumänien sichern helfen – der Fokus liegt auf der Erkennung von Drohnenbedrohungen.
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Zdjęcie ilustracyjneCC0 Public Domain

Die Slowakei will Polen bei der Überwachung des Luftraums und der Erkennung möglicher Drohnenbedrohungen unterstützen. Die Regierung in Bratislava billigte die Entsendung von bis zu 101 Soldaten für die NATO-Operation "Eastern Sentry" („Östliche Wacht“). Sie sollen vor allem in Polen und Rumänien eingesetzt werden. Zuvor muss noch das slowakische Parlament zustimmen.

Verteidigungsminister Robert Kaliňák kündigte an, Polen ein modernes 3D-Radarsystem samt Bedienpersonal zur Verfügung zu stellen. Ein solches System soll auch nach Rumänien gehen. Der Radar kann nach slowakischen Angaben Objekte in einer Entfernung von bis zu 350 Kilometern erfassen.

„Wir wollen vor allem bei der Identifizierung von Bedrohungen durch Drohnen helfen“, sagte Kaliňák. Der Einsatz sei zudem „ein Beitrag zur Solidarität an der Ostflanke des Bündnisses und für unsere Soldaten eine Möglichkeit, Erfahrungen im Rahmen der Luftverteidigung zu sammeln“.

Die slowakischen Soldaten sollen den Luftraum überwachen und die integrierte Luft- und Raketenabwehr der NATO unterstützen. Nach Einschätzung von Beobachtern dürfte die Regierung in Bratislava die nötige Zustimmung des Parlaments erhalten. Danach könnte die Entsendung sofort beginnen.

Das slowakische Verteidigungsministerium erklärte, die Mission solle zur Abschreckung möglicher Bedrohungen beitragen und zugleich die Einsatzbereitschaft der eigenen Streitkräfte in einem internationalen Umfeld stärken. Die neuen 3D-Radare sollen dabei unter Einsatzbedingungen getestet werden. Die Slowakei hat 17 solcher Systeme in Israel bestellt und übernimmt sie schrittweise; montiert werden sie auf Tatra-Fahrgestellen.

Die NATO-Operation „Östliche Wacht“ begann am 19. September 2025 als Reaktion auf wiederholte Verletzungen des Luftraums von Bündnisstaaten durch Russland. Ein Enddatum ist nicht festgelegt.

Kaliňák äußerte sich außerdem zu einem vereitelten Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik im Osten der Slowakei. Ziel sei ein Werk gewesen, das Beobachtungsdrohnen produziert und in die USA sowie nach Großbritannien exportiert. „Dieser Firma wurde keine Lizenz für den Export von Ausrüstung in den Osten erteilt“, sagte der Minister. Im Zusammenhang mit dem geplanten Anschlag wurden drei Menschen festgenommen. Slowakischen Medien zufolge handelt es sich um Staatsbürger Litauens und der Ukraine, die im Auftrag gehandelt haben sollen.

IAR/PAP/adn

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