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Spiegel über Polen. „Versuchsgelände des Kremls"

08.09.2026 22:00
Eine Welle von Sabotageakten, Brandstiftungen und Cyberangriffen hat Polen in das verwandelt, was das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel als Erprobungsfeld für eine neue Form russischer Aggression bezeichnet. Es gehe um ein Form der Aggression, die unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges bleibe, sich aber zunehmend gegen die östlichen NATO-Mitglieder richte.
Wie der Spiegel am Dienstag berichtete, wrden vom Kreml untersttzte Operationen Polen hrter treffen als die meisten seiner Nachbarn. Dies sei Teil eines greren Musters hybrider Kriegsfhrung, das den stlichen Flgel des Bndnisses erschttere. Das Magazin stellte die Frage direkt: Ist Polen zu einem Labor fr den Krieg der Zukunft geworden?
Wie der Spiegel am Dienstag berichtete, würden vom Kreml unterstützte Operationen Polen härter treffen als die meisten seiner Nachbarn. Dies sei Teil eines größeren Musters hybrider Kriegsführung, das den östlichen Flügel des Bündnisses erschüttere. Das Magazin stellte die Frage direkt: Ist Polen zu „einem Labor für den Krieg der Zukunft“ geworden?Cybularny // https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2024_Warszawa_Marywilska_44_po_pożarze,_5.jpg

Wie der Spiegel am Dienstag berichtete, würden vom Kreml unterstützte Operationen Polen härter treffen als die meisten seiner Nachbarn. Dies sei Teil eines größeren Musters hybrider Kriegsführung, das den östlichen Flügel des Bündnisses erschüttere. Das Magazin stellte die Frage direkt: Ist Polen zu „einem Labor für den Krieg der Zukunft“ geworden?

Jüngste Vorfälle in anderen Teilen der Region verdeutlichen laut dem Bericht diesen Trend. Die NATO ließ im Rahmen ihrer Mission zur Überwachung des baltischen Luftraums Kampfjets aufsteigen, nachdem es nahe Lucyn im Osten Lettlands, unweit der russischen Grenze, möglicherweise eine Bedrohung gegeben hatte. Gleichzeitig entdeckten die rumänischen Behörden am Dienstag ein unbekanntes Objekt im nordöstlichen Luftraum des Landes.

Doch Polen trage die Hauptlast davon. Der Spiegel bezeichnete einen Brand im Mai 2024 in einem Einkaufszentrum in der Marywilska-Straße in Warschau als das auffälligste Beispiel. Das Magazin beschrieb ihn als Sabotage, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes durchgeführt worden sei. Außerdem verwies es auf einen im November 2025 vereitelten Plan, Gleise auf einer strategisch wichtigen Bahnstrecke in die Luft zu sprengen. Die polnischen Behörden machten dafür zwei ukrainische Staatsangehörige verantwortlich, die im Auftrag Russlands gehandelt haben sollen.

Dieses Muster, so argumentierte das Magazin, spiegele Moskaus Sicht auf Polen als einen besonders entschlossenen Gegner wider – eine Wahrnehmung, die tief in jahrhundertelangen Konflikten verwurzelt sei. Der Spiegel führte diese Geschichte bis zur Rolle Russlands bei den Teilungen Polens im 18. Jahrhundert und zum frühen Bündnis der Sowjetunion mit Hitler zurück. Hinzu komme die Ermordung von bis zu 22.000 Polen durch sowjetische Sicherheitskräfte in Katyń und an nahegelegenen Orten im Jahr 1940.

In jüngerer Zeit hat sich Polen als einer der engagiertesten Unterstützer Kiews positioniert. Seit dem Beginn der russischen Großinvasion in der Ukraine im Februar 2022 dient das Land als zentraler logistischer Knotenpunkt für Waffenlieferungen an die Ukraine und hat Millionen ukrainischer Flüchtlinge vorübergehend oder dauerhaft aufgenommen, hob der Spiegel hervor.

PAP/Spiegel/ps

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