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Warschau hält Entscheidung über weitere SAFE-Kredite offen

09.10.2026 11:23
Warschau prüft eine weitere SAFE-Tranche erst nach einer Bewertung der Lieferfristen bis 2030. Parallel sollen polnische Rüstungsfirmen auch bei Beschaffungen aus dem separaten EU-Kreditpaket für die Ukraine zum Zug kommen.
Die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka bei den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Grndung der nach Marschall Józef Piłsudski benannten Inspektion zur Untersttzung der Streitkrfte am 6. dieses Monats in der Opera Nova in Bydgoszcz. (aldg) PAPTytus Żmijewski
Die stellvertretende Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka bei den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Gründung der nach Marschall Józef Piłsudski benannten Inspektion zur Unterstützung der Streitkräfte am 6. dieses Monats in der Opera Nova in Bydgoszcz. (aldg) PAP/Tytus ŻmijewskiPAP/Tytus Żmijewski

Polen hat nach Angaben von Verteidigungsstaatssekretärin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka bereits Vorhaben im Wert von 130 Milliarden Złoty aus dem EU-Verteidigungsfonds SAFE vertraglich gebunden. Die vertraglich gebundenen Mittel stammen aus der Polen zugeteilten SAFE-Summe von mehr als 180 Milliarden Złoty.

Ob Warschau zusätzliche Kredite aus einer noch nicht verteilten SAFE-Reserve beantragen wird, ist offen. „Es ist heute zu früh, um zu sagen, ob wir eine weitere Tranche beantragen werden“, sagte Sobkowiak-Czarnecka in Brüssel. Die Regierung müsse zunächst prüfen, ob die Mittel innerhalb der vorgesehenen Frist bis 2030 eingesetzt werden könnten. Wenn Ausrüstung erst 2027 bestellt werde, könnten Lieferfristen auf dem Rüstungsmarkt die Umsetzung bis 2030 erschweren.

Die nicht abgerufene SAFE-Reserve wird auf zehn bis 20 Milliarden Euro geschätzt. Polen will bis Ende Oktober einen Antrag auf die erste reguläre Auszahlung von mehr als sechs Milliarden Euro stellen. Im Mai erhielt das Land bereits einen Vorschuss von mehr als 6,5 Milliarden Euro.

Von SAFE getrennt ist ein EU-Kreditpaket für die Ukraine im Umfang von 90 Milliarden Euro für dieses und das kommende Jahr. Zwei Drittel davon können für Rüstungsbeschaffungen verwendet werden, 30 Milliarden Euro sind für staatliche Aufgaben vorgesehen. Sobkowiak-Czarnecka erklärte nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission, polnische Unternehmen könnten von ukrainischen Beschaffungen aus diesem Kreditpaket profitieren.

IAR/adn


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