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„Woher sollen dann Exportüberschüsse kommen?“: Sikorski über Russlands Dieselpläne

10.10.2026 18:44
Der polnische Außenminister bezweifelt, dass Russland trotz gemeldeter Engpässe genügend Diesel für die von Donald Trump angekündigten Lieferungen bereitstellen kann.
Warschau, 30.09.2026. Der stellvertretende Ministerprsident und Auenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski, whrend der Verleihung des Lech-Wałęsa-Solidarittspreises am 30. dieses Monats im Palast der Republik in Warschau. (sko) PAPPaweł Supernak
Warschau, 30.09.2026. Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski, während der Verleihung des Lech-Wałęsa-Solidaritätspreises am 30. dieses Monats im Palast der Republik in Warschau. (sko) PAP/Paweł SupernakFoto: PAP/Paweł Supernak

US-Präsident Donald Trump kündigte an, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel auf den amerikanischen und den Weltmarkt bringen. Weitere Lieferungen von drei Millionen Tonnen sollten nach seinen Angaben vom technischen Zustand russischer Raffinerien abhängen. Später seien zusätzliche Mengen vorgesehen.

Polens Außenminister Radosław Sikorski stellte die Ankündigung infrage. „Unsere Botschaft meldet Treibstoffmangel sogar in Moskau, das bei der Versorgung stets bevorzugt wird. Woher sollen dann Exportüberschüsse kommen?“, schrieb er auf X. Sikorski verwies außerdem auf Berichte, wonach ukrainische Angriffe einen erheblichen Teil der russischen Raffineriekapazitäten beschädigt hätten.

Der PiS-Abgeordnete Jacek Sasin erklärte, er unterstütze Sanktionen gegen das russische Regime, könne die Beweggründe der US-Regierung für diese Entscheidung jedoch nicht beurteilen. Der Europaabgeordnete Tobiasz Bocheński sagte, Vereinbarungen mit Wladimir Putin dürfe es aus polnischer Sicht nicht geben, solange Russland Krieg gegen die Ukraine führe und ukrainische Gebiete besetze.

PAP/adn


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