Als positivistische Schullektüre in Polen nicht immer beliebt, inspiriert „Lalka“ – „Die Puppe“ – bis heute Leser, Kritiker und Filmemacher gleichermaßen. Bolesław Prus’ Roman ist weit mehr als nur eine Erzählung über Warschau vor über hundert Jahren – er gilt als eine vielschichtige Studie über das menschliche Schicksal. Themen wie Arbeit, Ehrlichkeit und Güte stehen hier Armut, Gleichgültigkeit und Stolz gegenüber.
Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein in der Berliner Buchhandlung Buch|Bund, fot. © Arkadiusz Łuba
Dass „Die Puppe“ bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat, betonen auch die beiden Übersetzer Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. Für ihre neue deutsche Übersetzung werden sie Mitte April mit dem Usedomer Übersetzerpreis ausgezeichnet. Arkadiusz Łuba hat mit ihnen gesprochen.