Eine gescheiterte Integration? – Wie uns unsere Herkunft definiert
Wer bin ich – und wo gehöre ich hin? Für Justine Mischewski ist diese Frage alles andere als abstrakt. Sie wurde 1989 im Ruhrgebiet geboren, wächst mit polnischen, deutschen, griechischen und mazedonischen Wurzeln auf – und spricht schon als Kind mehrere Sprachen.
Justine Mischewski fot. © Arkadiusz Łuba
Doch Vielfalt bedeutet nicht immer Zugehörigkeit. Im Gegenteil: Als Migrantenkind erlebt sie, dass Herkunft oft zum Stempel wird – und nicht zur Bereicherung. Darüber – und über ihre komplizierte Beziehung zur Mutter – hat sie ein Buch mitgeschrieben: „W imię matki i córki“ – „Im Namen der Mutter und der Tochter“.
Justine Mischewski (li.) und Brigide Helbig bei Vorstellung ihres Buches, fot. © Arkadiusz Łuba
Arkadiusz Łuba hat mit ihr über Identität, Herkunft – und das Gefühl, zwischen den Welten zu stehen – gesprochen.