Deutsche Redaktion

Donald Tusk appelliert um europäische Einigkeit: „Sonst sind wir verloren“

05.01.2026 11:10
Tusks Aufruf steht vor dem Hintergrund wachsender internationaler Spannungen infolge der US-Intervention in Venezuela. 26 EU-Mitgliedstaaten – mit Ausnahme Ungarns – veröffentlichten dazu eine gemeinsame Erklärung.
Premierminister Donald Tusk bei einer Besprechung mit Vertretern der Behrden am 3. dieses Monats in der Delegatur der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Elbląg. Das Treffen wurde aufgrund der Wetterlage im Land organisiert. (amb) PAPAdam Warżawa
Premierminister Donald Tusk bei einer Besprechung mit Vertretern der Behörden am 3. dieses Monats in der Delegatur der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Elbląg. Das Treffen wurde aufgrund der Wetterlage im Land organisiert. (amb) PAP/Adam Warżawa PAP/Adam Warżawa

Polens Premierminister Donald Tusk hat die Länder Europas zu Geschlossenheit und Entschlossenheit aufgerufen. In einer Mitteilung auf der Plattform X schrieb er: „Niemand nimmt ein schwaches und gespaltenes Europa ernst – weder Gegner noch Verbündete. Wir müssen an unsere eigene Stärke glauben, unsere Verteidigung ausbauen und geeinter handeln als je zuvor. Einer für alle, alle für einen. Andernfalls sind wir verloren.“

Tusks Aufruf steht vor dem Hintergrund wachsender internationaler Spannungen infolge der US-Intervention in Venezuela. 26 EU-Mitgliedstaaten – mit Ausnahme Ungarns – veröffentlichten dazu eine gemeinsame Erklärung. Darin fordern sie die Einhaltung des Völkerrechts sowie die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen in Venezuela. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, die Union stehe in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und anderen Partnern, um den Dialog zwischen den Konfliktparteien zu unterstützen.

onet/adn

RZECZPOSPOLITA: Trumps Rubikon-Überschreitung in Venezuela

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Ein sich hinziehender Konflikt in Venezuela wäre eine fatale Nachricht für die Ukraine, Europa und Polen, betont Jędrzej Bielecki in der Rzeczpospolita.

Warschau besorgt nach Angriff der USA auf Venezuela

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Polen verfolgt die Entwicklungen in Venezuela genau, wo sich derzeit 11 polnische Staatsbürger aufhalten, teilte Premierminister Donald Tusk am Samstag mit. Wie er betonte, sei die polnische Botschaft in Caracas vorerst sicher. Berichten zufolge haben die USA am Samstag die venezolanische Hauptstadt angegriffen und den Anführer des Landes Nicholas Maduro festgenommen.

US-Angriff auf Venezuela: Experte sieht Rückkehr zur Politik der Großmächte

03.01.2026 13:54
Die US-Militärschläge in Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro sind nach Einschätzung des amerikanistischen Politikwissenschaftlers Tomasz Płudowski ein Signal für die Rückkehr zur Politik der Großmächte und eine klare Bekräftigung des US-Anspruchs auf Vorrang in der westlichen Hemisphäre. Washington mache deutlich, dass Lateinamerika weiterhin als amerikanischer Einflussraum verstanden werde, sagte Płudowski der polnischen Nachrichtenagentur PAP.

Trump: Amerika wird die westliche Hemisphäre überwachen

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Die amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre werde nicht länger infrage gestellt, sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag. Er kündigte zudem die Rückkehr amerikanischer Ölkonzerne nach Venezuela an und warnte weitere Verbündete des gefassten venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro, sie könnten sein Schicksal teilen.