Deutsche Redaktion

Tusk ruft EU zu Geduld im Streit mit den USA auf

23.01.2026 08:12
Ministerpräsident Donald Tusk hat in Brüssel zu Geduld und Besonnenheit im Umgang mit den derzeit angespannten Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den USA aufgerufen. Die transatlantischen Beziehungen müssten geschützt werden, dürften jedoch nicht ausschließlich auf Zugeständnissen beruhen, sagte Tusk am Donnerstag am Rande eines außerordentlichen EU-Gipfels.
Donald Tusk w Brukseli
Donald Tusk w BrukseliFoto: PAP/EPA/OLIVIER MATTHYS

Anlass des Treffens waren frühere Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Zölle gegen Länder zu verhängen, die Grönland unterstützen. Zwar habe Trump diese Ankündigungen inzwischen zurückgezogen, dennoch wolle die EU-27 eine gemeinsame Strategie für den Umgang mit ähnlichen Situationen in der Zukunft entwickeln.

Tusk sprach von der schwersten Krise in den Beziehungen zwischen der EU und den USA seit Jahren. „Man braucht viel Geduld und Ruhe, um diese schwierige Zeit zu überstehen“, sagte der Regierungschef. Zugleich betonte er, die Europäische Union müsse klare Grenzen setzen. Anbiederung, Zugeständnisse oder das Zeigen von Schwäche seien keine geeigneten Mittel, da sie weder Respekt bei Partnern noch bei Gegnern hervorriefen.

Der polnische Ministerpräsident begrüßte, dass die EU in Reaktion auf Trumps Drohungen Geschlossenheit gezeigt und mögliche Gegenmaßnahmen angekündigt habe, die auch US-Investitionen und Unternehmen betreffen könnten. In Brüssel wird davon ausgegangen, dass diese Haltung zu Trumps Kurswechsel beigetragen habe.

Gleichzeitig warnte Tusk davor, dass der transatlantische Streit andere zentrale Themen in den Hintergrund drängen könnte. Insbesondere dürfe der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht an Bedeutung verlieren, mahnte er.


IAR/jc

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