Deutsche Redaktion

Pilecki Institut eröffnet neuen Sitz in New York

16.03.2026 10:31
Das Pilecki Institut hat eine neue Niederlassung in New York eröffnet. Die Einrichtung auf dem südlichen Manhattan soll polnische historische Erfahrungen stärker in die internationale Debatte über Freiheit, Menschenrechte und die Folgen totalitärer Systeme einbringen.
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Bild:pxhere.com/CC0 Domena publiczna

Zur zweitägigen Eröffnung gehörten unter anderem eine Ausstellung über die Ładoś Gruppe sowie eine Präsentation über den Juristen Rafał Lemkin, der den Begriff „Genozid“ prägte.

Das Ziel der neuen Einrichtung sei es, an den Erfolg der Berliner Filiale anzuknüpfen, sagte der Direktor des Instituts, Karol Madaj. Das Institut wolle der Opfer gedenken, an historische Persönlichkeiten erinnern und seine umfangreichen Archivbestände zugänglich machen. Dazu gehören mehr als sechs Millionen digitalisierte Dokumente und zahlreiche Zeitzeugenberichte.

Der neue Sitz des Instituts liegt unweit des World Trade Center und verfügt über Ausstellungsräume, Konferenzsäle, eine Bibliothek und Zugang zu digitalen Archiven.


Bei der Eröffnung wurde auch an die Tätigkeit der Ładoś-Gruppe erinnert. Polnische Diplomaten in Bern stellten während des Zweiten Weltkriegs gemeinsam mit jüdischen Organisationen Pässe lateinamerikanischer Staaten für Juden aus.

Zum Programm der Eröffnung gehörten auch eine wissenschaftliche Debatte über die Bedeutung der Nürnberger Prozesse für das heutige Völkerrecht sowie ein Konzert der polnischen Jazzsängerin Urszula Dudziak.


PAP/jc

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Fałkowski: Diese Debatte verzerrt das Bild des Holocausts und der deutschen Besatzung

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