Deutsche Redaktion

Sabotage im Auftrag Russlands: Anklage gegen fünf Personen

02.04.2026 15:30
Es geht um die Brandstiftung in großflächigen Objekten. Ziel war es nach Angaben der Staatsanwaltschaft, „eine erhebliche Einschüchterung vieler Menschen herbeizuführen und in der Folge auf die öffentliche Meinung einzuwirken“.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, unter anderem an Brandanschlgen auf ein OBI-Geschft in Warschau im April 2024, ein IKEA-Geschft in Vilnius sowie das Einkaufszentrum Marywilska 44 in Warschau im Mai 2024 beteiligt gewesen zu sein.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, unter anderem an Brandanschlägen auf ein OBI-Geschäft in Warschau im April 2024, ein IKEA-Geschäft in Vilnius sowie das Einkaufszentrum Marywilska 44 in Warschau im Mai 2024 beteiligt gewesen zu sein.Norbert Ofmanski/East News

Die Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag Anklage erhoben. Sie betrifft Sabotage und Straftaten mit terroristischem Charakter im Interesse eines ausländischen Geheimdienstes der Russischen Föderation. Angeklagt sind fünf Personen, die als „organisierte kriminelle Gruppe“ bezeichnet werden. Es geht um Brandstiftungen in großflächigen Objekten. Ziel war es nach Angaben der Staatsanwaltschaft, „eine erhebliche Einschüchterung vieler Menschen herbeizuführen und in der Folge auf die öffentliche Meinung einzuwirken“. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, unter anderem an Brandanschlägen auf ein OBI-Geschäft in Warschau im April 2024, ein IKEA-Geschäft in Vilnius sowie das Einkaufszentrum Marywilska 44 in Warschau im Mai 2024 beteiligt gewesen zu sein.

Wen sind die Angeklagten?

Es handelt sich um eine weitere Anklageschrift in dem Fall. Die erste wurde am 25. April des vergangenen Jahres beim Gericht eingereicht. Zu der organisierten Gruppe sollen unter anderem die Angeklagten Daniil B., Oleksandr H. und Vitalii K. gehört haben, ebenso wie die in einem anderen Verfahren bereits verurteilten Serhij R., Pawlo T. und Wladyslaw Y. sowie die gesuchten Serhij Chalyj und Oleksandr Warywoda. Stepan K. ist belarussischer Staatsbürger, die übrigen Angeklagten sind Staatsbürger der Ukraine.
Brandstiftung kann mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft werden. Wird die Tat als terroristisch eingestuft, steigt die Höchststrafe auf 15 Jahre Haft. Bei Aktivitäten zugunsten eines ausländischen Geheimdienstes kann die Höchststrafe im Fall von Sabotage sogar lebenslange Haft bedeuten.

RMF24/ps

Polen hat 32 Personen wegen Verbindungen zum russischen Geheimdienst verhaftet

29.07.2025 15:30
Wie der Ministerpräsident warnte, würden die Festnahmen eine wachsende Bedrohung durch Russlands verdeckte Operationen widerspiegeln. „Die Destabilisierung unserer Grenzen, der Versuch, unsere Sicherheitsdienste zu lähmen – all dies steht in engem Zusammenhang mit drastischeren Sabotageversuchen wie Brandstiftung und Angriffen“, sagte Donald Tusk.

Beschädigte Bahngleise: Premier geht von Sabotage aus

17.11.2025 07:30
Rund 100 Kilometer von Warschau entfernt wurden beschädigte Bahngleise entdeckt. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir es mit einem Sabotageakt zu tun haben“, schrieb Donald Tusk. Er teilte mit, dass niemand verletzt wurde und dass die Sicherheitsdienste ermitteln. 

Ukrainer im polnischen Brandfall in Litauen verurteilt

25.11.2025 08:00
Der in Polen wegen des Brandes im Einkaufszentrum Marywilska 44 verdächtigte Daniil B. wurde in Litauen verurteilt. Der Ukrainer hat eine Strafe von drei Jahren und vier Monaten Haft wegen der Brandstiftung in einem IKEA-Markt in Vilnius erhalten.

Russland soll Sabotage von Waffentransporten in die Ukraine geplant haben

03.12.2025 06:00
Ermittlungen polnischer Sicherheitsbeamten zufolge habe Russland durch ein Sabotagenetzwerks geplant Güterzüge mit Waffen für die Ukraine zu entgleisen, Brandanschläge zu verüben und Propagandaaktionen in ganz Polen zu organisieren.