Deutsche Redaktion

Polizei bestätigt Brandstiftung auf Baustelle nahe des ersten polnischen Kernkraftwerks

21.04.2026 16:00
Die in Brand gesetzten Fahrzeuge waren beim Ausbau der Zufahrtsstraße zum geplanten Kernkraftwerk im Einsatz. Der Vorfall hatte sich am 12. April ereignet. Am vergangenen Wochenende kam es in der Gegend zudem zu weiteren gefährlichen Vorfällen, meldeten Behörden.
Der Brand ist in der Nacht vom 12. auf den 13. April in der Morska-Strae in Słajszewo ausgebrochen.. Ausgebrannt sind ein Asphaltfertiger, ein Bagger, ein Radlader sowie zwei Walzen.
Der Brand ist in der Nacht vom 12. auf den 13. April in der Morska-Straße in Słajszewo ausgebrochen.. Ausgebrannt sind ein Asphaltfertiger, ein Bagger, ein Radlader sowie zwei Walzen. OSP Sasino

Richtung des künftigen Kernkraftwerks bei Słajszewo (Woiwodschaft Pommern) eingesetzten Maschinen in Brand gesetzt worden waren. Die Maschinen sind am 12. April abgebrannt. Über die Erkenntnisse der Ermittler berichtete die Zeitung „Gazeta Wyborcza“ am Mittwoch. Einen Tag nach dem Brand habe ein Sachverständiger für Brandursachen am Einsatzort die vorläufigen Feststellungen der Beamten bestätigt, wonach es sich um Brandstiftung handele. Ausgebrannt sind ein Asphaltfertiger, ein Bagger, ein Radlader sowie zwei Walzen. Die Polizei arbeitet intensiv daran, die Identität des Täters zu ermitteln, hieß es.

Weitere Vorfälle
Wie der Ortsvorsteher von Słajszewo, Michał Milczarek, mitteilte, soll es am vergangenen Wochenende in dem Ort zu weiteren gefährlichen Vorfällen gekommen sein – unter anderem wurde ein Wachposten am Biebrowski-Kanal mit Steinen beworfen und eine mobile Toilette in der Morska-Straße in Brand gesetzt.

Große Bedeutung für die Einwohner
Der Brand ist in der Nacht vom 12. auf den 13. April in der Morska-Straße in Słajszewo ausgebrochen. Die Straße wird im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der staatlichen Gesellschaft Polskie Elektrownie Jądrowe und der Gemeinde Choczewo ausgebaut. Der Brandort liegt rund einen Kilometer vom Gelände der geplanten Kernenergieinvestition entfernt.

Nach dem Brand hatte die Gesellschaft Polskie Elektrownie Jądrowe ihre volle Zusammenarbeit mit den Behörden zugesichert, um die Umstände des Vorfalls klären. Zugleich hieß es, das Unternehmen werde sich bis zum Abschluss der Ermittlungen zu den Brandursachen nicht äußern. Betont wurde, dass die Straße, auf der die Maschinen abgebrannt waren, für die Einwohner der Gemeinde Choczewo und der Umgebung von großer Bedeutung sei. Das Unternehmen ergreife daher Maßnahmen, um das Risiko möglicher Verzögerungen bei der Umsetzung der Investition zu begrenzen.

PAP/ps

 

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