Deutsche Redaktion

Neun Festnahmen bei Razzia gegen Menschenhandel

06.05.2026 06:00
Die polnische Polizei hat neun Personen festgenommen, darunter sieben bulgarische Staatsangehörige. Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht Verdächtige Anklage wegen Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe erhoben, die in Menschenhandel, Zwangsprostitution, Raub, Erpressung und Drogenhandel verwickelt sein soll.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht Verdchtige Anklage wegen Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe erhoben, die in Menschenhandel, Zwangsprostitution, Raub, Erpressung und Drogenhandel verwickelt sein soll.
Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht Verdächtige Anklage wegen Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe erhoben, die in Menschenhandel, Zwangsprostitution, Raub, Erpressung und Drogenhandel verwickelt sein soll. KSP/X

Sieben der Verdächtigen wurden nach Anklageerhebung in Untersuchungshaft genommen, sagte Polizeisprecherin Edyta Adamus. Nach Einschätzung der Ermittler habe die Gruppe ihre kriminelle Tätigkeit zur Haupteinnahmequelle gemacht und die Einnahmen daraus in Vermögenswerte investiert, darunter Immobilien in Bulgarien. Nach Angaben der Polizei hätten die Verdächtigen bulgarische Frauen mit dem Versprechen von Arbeit in der Landwirtschaft angeworben. Nach ihrer Ankunft in Polen seien den Frauen die Pässe abgenommen und sie zur Prostitution gezwungen worden.

Die Gruppe soll zwischen 2019 und 2022 auch in der nordwestpolnischen Stadt Koszalin aktiv gewesen sein und dort ähnliche Straftaten begangen haben.

Die Festnahmen erfolgten im Zuge eines koordinierten Einsatzes der Warschauer Kriminalpolizei, Ermittlern und Antiterroreinheiten. Durchsucht wurden Wohnungen in der östlich der Hauptstadt gelegenen Stadt Mińsk Mazowiecki. Die Staatsanwaltschaft hat gegen acht Verdächtige Anklage wegen Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe erhoben, die in Menschenhandel, Zwangsprostitution, Raub, Erpressung und Drogenhandel verwickelt sein soll. Ein Gericht hat für sechs bulgarische Verdächtige drei Monate Untersuchungshaft angeordnet. Eine 36-jährige Polin wurde für zwei Monate in Haft genommen. Ein 29-jähriger Pole und ein bulgarischer Verdächtiger wurden nach ersten Verfahrensschritten wieder frei gelassen.

IAR/PR/ps

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