Deutsche Redaktion

Polen will mit USA über gestoppte Truppenverlegung sprechen

18.05.2026 10:32
Polen will nach dem Stopp der geplanten Rotation von 4000 US-Soldaten nach Polen Gespräche mit Washington führen. Der stellvertretende Verteidigungsminister Paweł Zalewski bezeichnete die Entscheidung des Pentagons am Montag als „Zwischenfall“, der aufgeklärt werden müsse.
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Im Gespräch mit dem Radiosender TOK FM sagte Zalewski, die Entscheidung habe die polnische Seite überrascht. Bislang hätten beide Länder militärische Entscheidungen transparent abgestimmt und sich rechtzeitig informiert. Die Art und Weise, wie die Entscheidung getroffen worden sei, wirke überstürzt, erklärte der Vizeminister. Zugleich betonte er, dies dürfe nicht als Zeichen einer Verschlechterung der polnisch-amerikanischen Beziehungen verstanden werden.

Reuters hatte am Freitag berichtet, das Pentagon habe die geplante Rotationsverlegung gestoppt. CNN meldete anschließend, die Entscheidung von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sei Teil eines umfassenderen Plans zur Reduzierung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa.

Für diese Woche sind mehrere hochrangige Gespräche geplant. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz will am Mittwoch den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs der USA, General Dan Caine, treffen. Bereits am Dienstag kommt Polens Generalstabschef Wiesław Kukuła mit dem Oberbefehlshaber der US- und Nato-Streitkräfte in Europa, General Alexus Grynkewicz, zusammen. Auch Zalewski reist in dieser Woche nach Washington.

Das Nationale Sicherheitsbüro BBN erklärte, die Veränderungen könnten mit dem geplanten Abzug des 2. US-Kavallerieregiments aus Vilseck in Deutschland zusammenhängen. Die Einheit könne möglicherweise Teile der ursprünglich für Polen vorgesehenen Panzerbrigade ersetzen. Das BBN verwies zudem darauf, dass bislang keine Vorschläge zur Änderung des Verteidigungsabkommens von 2020 zwischen Polen und den USA vorlägen.

Ministerpräsident Donald Tusk hatte bereits am Freitag erklärt, die amerikanischen Entscheidungen seien „logistischer Natur“ und hätten keinen direkten Einfluss auf die Sicherheit Polens. Kosiniak-Kamysz sagte, Polen werde durch die Änderungen „nicht verlieren“ und könne langfristig sogar von einer dauerhaften statt rotierenden US-Präsenz profitieren.

 

PAP/jc

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