Deutsche Redaktion

Poczobut will im September nach Belarus zurückkehren

11.06.2026 12:10
Poczobut war Ende April nach fast fünf Jahren Haft freigekommen und nach Polen ausgereist. Seine Freilassung erfolgte im Rahmen eines Gefangenenaustauschs und einer internationalen Operation unter Beteiligung Polens, der USA, Moldaus und Rumäniens.
Andrzej Poczobut
Andrzej PoczobutFoto: Wojciech Olkusnik/East News

Der polnisch-belarussische Journalist und Minderheitenaktivist Andrzej Poczobut will im September nach Belarus zurückkehren. In Białystok sagte er, er wolle vor dem Kongress des Bundes der Polen in Belarus nach Grodno fahren. „Dort ist mein Zuhause“, erklärte er sinngemäß.

Poczobut war Ende April nach fast fünf Jahren Haft freigekommen und nach Polen ausgereist. Seine Freilassung erfolgte im Rahmen eines Gefangenenaustauschs und einer internationalen Operation unter Beteiligung Polens, der USA, Moldaus und Rumäniens. Er betonte, er hätte der Ausreise nicht zugestimmt, wenn er keinen Pass und keine Zusicherung zur Rückkehr erhalten hätte. Zugleich erinnerte er an die schwierige Lage der polnischen Minderheit in Belarus: Sitze des Bundes der Polen seien vom Regime übernommen worden, offiziellen Polnischunterricht gebe es nicht. Dennoch werde die Organisation weiter gebraucht.

IAR/adn


Trump: Poczobut dank „mir und Präsident Nawrocki“ frei

11.05.2026 09:55
US-Präsident Donald Trump hat die Freilassung des polnischen Journalisten Andrzej Poczobut aus einem Gefängnis in Belarus als gemeinsamen Erfolg der USA und Polens dargestellt. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump am Sonntag, Poczobut sei dank der Bemühungen von ihm selbst und des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki freigekommen. Zugleich bedankte er sich bei Machthaber Alexander Lukaschenko für dessen „Zusammenarbeit und Freundschaft“.

Freigelassener Poczobut will zurück nach Belarus

11.05.2026 10:48
Der aus belarussischer Haft freigekommene Journalist Andrzej Poczobut, hat die Folgen seiner fünfjährigen Gefangenschaft als tiefe persönliche und familiäre Belastung beschrieben. „Man hat mir etwas genommen, das sich nicht zurückholen lässt“, sagte Poczobut im Interview mit dem Nachrichtenportal Wirtualna Polska. Besonders schwer wiege für ihn die verlorene Zeit mit seinen Kindern.

„Senat begräbt das Polentum im Osten"

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Andrzej Poczobut im Senat: „Trotz aller Unterschiede sind wir ein Volk. Daran sollten wir uns erinnern“

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„Wir unterscheiden uns stark voneinander, wir haben unterschiedliche politische Ansichten. Trotz aller Unterschiede sind wir aber weiterhin ein Volk. Daran sollten wir in unserem grauen, streitvollen Alltag denken“, sagte Andrzej Poczobut am Mittwoch im Senat. Er betonte, wie wichtig es sei, dass man in Belarus weiterhin die polnischen Sprache lernen könnte.