Deutsche Redaktion

Tschechien will Programm zur Aufrüstung der Ukraine beitreten

08.07.2026 11:14
Nach monatelanger Zurückhaltung will die Babiš-Regierung den Kauf amerikanischer Waffen für die Ukraine mitfinanzieren. Präsident Pavel spricht von einem positiven Signal.
Der tschechische Ministerprsident Andrej Babi spricht bei seiner Ankunft auf dem NATO-Gipfel 2026 in Ankara, Trkei, am 8. Juli 2026 mit den Medien. Der NATO-Gipfel findet vom 7. bis 8. Juli statt. EPANECATI SAVAS Quelle: PAPEPA.
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš spricht bei seiner Ankunft auf dem NATO-Gipfel 2026 in Ankara, Türkei, am 8. Juli 2026 mit den Medien. Der NATO-Gipfel findet vom 7. bis 8. Juli statt. EPA/NECATI SAVAS Quelle: PAP/EPA.EPA/NECATI SAVAS

Die tschechische Regierung von Ministerpräsident Andrej Babiš vollzieht einen Kurswechsel bei der militärischen Unterstützung der Ukraine. Prag will sich einem NATO-koordinierten Programm anschließen, über das europäische Verbündete und Kanada den Kauf amerikanischer Waffen für die ukrainischen Streitkräfte finanzieren. Das teilte Außenminister Petr Macinka am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit.

Bislang hatte die seit Dezember amtierende Regierung eine finanzielle Beteiligung an Waffenlieferungen für Kiew abgelehnt und dies mit der schwierigen Haushaltslage begründet. Zwar blieb Tschechien an der von Prag angestoßenen Munitionsinitiative beteiligt, die gemeinsame Beschaffungen von Artilleriegeschossen für die Ukraine organisiert. Unter Babiš beschränkte sich das Land dabei jedoch auf logistische Unterstützung und zahlte selbst nicht in die Beschaffung ein.

Der angekündigte Beitritt zu dem Programm markiert damit eine Annäherung an jene Partner, die Kiew auch finanziell bei der Aufrüstung unterstützen. Präsident Petr Pavel, der seit Langem für breitere Militärhilfe für die Ukraine wirbt, begrüßte den Schritt. „Die Verbündeten achten darauf, dass der Kreis der Länder, die zur Hilfe für die Ukraine beitragen, nicht immer aus denselben Staaten besteht, während andere nur wenig oder gar nicht beteiligt sind. Tschechien war eines der letzten Länder, das sich an diesem Prozess nicht beteiligt hat. Wenn sich das ändern soll, ist das ein positives Signal“, sagte Pavel.

IAR/adn

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