Tusks Auftritt ist für Freitag, den 28. August, angekündigt. Über seine Teilnahme war zuvor bereits spekuliert worden. Der „Campus Polska Przyszłości“ wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerkoalition (KO) und Warschauer Oberbürgermeister Rafał Trzaskowski initiiert. Nach einer einjährigen Pause findet die Veranstaltung in diesem Jahr zum fünften Mal statt.
Im Mittelpunkt der Debatten stehen drei Themenbereiche: Polen, Europa und die Welt mit Fragen der Geopolitik, Sicherheit und der Rolle Polens in internationalen Strukturen; „Polen der Möglichkeiten“ mit dem Schwerpunkt auf einem innovativen Staat und dem Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichem Engagement; sowie die „Resilienz von morgen“ mit Themen wie Krisen, Desinformation und künftigen Herausforderungen.
Darüber hinaus haben sich unter anderem Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty, Senatsmarschall Małgorzata Kidawa-Błońska, der Vorsitzende der polnischen Finanzaufsicht KNF, Jacek Jastrzębski und der frühere Ministerpräsident Jerzy Buzek angekündigt.
Zu den internationalen Gästen zählen der polnisch-belarussische Journalist und Aktivist Andrzej Poczobut sowie der belarussische Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Aljaksandr Bialacki. Erwartet werden außerdem der ungarische Kulturminister Zoltán Tarr und der frühere litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis. Auch Experten für Sicherheits- und internationale Fragen, Journalisten und Künstler sollen an dem Festival teilnehmen.
Im vergangenen Jahr war der Campus nach Trzaskowskis Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht veranstaltet worden.
Die Stiftung Campus Polska bezeichnet die Veranstaltung als das größte gesellschaftspolitische Festival Europas. Nach Angaben der Organisatoren nahmen an den bisherigen Ausgaben mehr als 4.900 Teilnehmer und mehr als 1.500 Referenten teil. Das Festival verbindet Diskussionen, Workshops und Kulturveranstaltungen.
IAR/jc