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Russische Drohne zielte auf Zug mit europäischen Diplomaten?

14.09.2026 08:40
Wie die ukrainische Eisenbahn auf Telegram mitteilte, habe kurz vor dem Angriff am Bahnhof Jagodyn in Wolhynien ein Sonderzug mit europäischen Diplomaten gestanden, darunter der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson.
Vertreter der ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznyzja vermuten, dass das russische Drohnenziel nahe der polnischen Grenze ein Sonderzug mit europischen Diplomaten gewesen sein knnte. Unter ihnen der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson.
Vertreter der ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznyzja vermuten, dass das russische Drohnenziel nahe der polnischen Grenze ein Sonderzug mit europäischen Diplomaten gewesen sein könnte. Unter ihnen der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson.Foto: PAP/Radek Pietruszka

Vertreter der ukrainischen Eisenbahn Ukrzaliznyzja vermuten, dass das russische Drohnenziel nahe der polnischen Grenze ein Sonderzug mit europäischen Diplomaten gewesen sein könnte. Unter ihnen der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson. Der Zug habe den Bahnhof Jagodyn jedoch früher als geplant verlassen. Die russische Drohne habe daher am Sonntag die Lokomotive eines Personenzugs auf der Strecke Kiew-Warschau getroffen.

Ein Mitarbeiter der Überwachungsgruppe am Bahnhof hat die Drohne entdeckt und 15 Minuten vor dem Einschlag die Evakuierung angeordnet. Die ukrainische Eisenbahn betont, dass der Fahrplan wegen der Gefahr russischer Angriffe laufend angepasst werde.

Angriff auf Zug nahe der polnischen Grenze

Eine russische Drohne hat am Sonntag die Lokomotive eines zum Zeitpunkt des Angriffs zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernten Personenzugs auf der Strecke Kiew-Warschau getroffen. In dem Zug waren 206 Menschen unterwegs, darunter keine polnischen Staatsbürger. Niemand wurde verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut AFP, Ziel des Angriffs sei Bahninfrastruktur in der Westukraine gewesen, die für Militärtransporte aus Europa genutzt werde.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat am Sonntag nach russischen Angriffen in der Westukraine vor einer weiteren Zuspitzung gewarnt. Bei einer Lagebesprechung im Regierungszentrum für Sicherheit sagte er, in den kommenden Wochen und Monaten seien verstärkte russische Aktivitäten zu erwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Polen davon betroffen werde.

RMF24/PR/ps

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