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Andrzej Poczobuts Besuch in Weißrussland verläuft ohne Zwischenfälle

14.09.2026 20:00
Der Besuch von Andrzej Poczobut in Weißrussland verläuft ruhig und ohne Zwischenfälle, teilte die Vorsitzende des Bunds der Polen im Land mit. Der vor kurzem aus einem weißrussischen Gefängnis befreite polnische Aktivist trifft Landsleute und besucht Gedenkstätten. Am Dienstag kehrt er nach Polen zurück, um sich weiter für die Belange der Polen in Weißrussland einzusetzen.
Andrzej Poczobut hlt sich seit vergangener Woche in Weirussland auf. Begleitet wird er von der Vorsitzenden des Bunds der Polen im Land, Andżelika Borys.
Andrzej Poczobut hält sich seit vergangener Woche in Weißrussland auf. Begleitet wird er von der Vorsitzenden des Bunds der Polen im Land, Andżelika Borys. facebook.com/andrzej.poczobut.9

Andrzej Poczobut hält sich seit vergangener Woche in Weißrussland auf. Er besucht seine Heimatstadt Grodno sowie Minsk, Wolkowysk, Kobryn und Baranowitschi. Begleitet wird er von der Vorsitzenden des Bunds der Polen im Land, Andżelika Borys. Wie sie erklärte, seien die Treffen mit Aktivisten des Bunds der Polen von großer Bedeutung für die Moral der Organisation. „Unsere Leute haben sehr darunter gelitten, als Andrzej inhaftiert war. Sie sind ihm sehr dankbar, dass er sie trotz allem besucht“, sagt Borys.

Poczobut hat auch Gedenkstätten besucht, darunter die Gräber im September 1939 gefallener polnischer Soldaten, sowie das Denkmal für Eliza Orzeszkowa in Grodno. „Ich habe heute vor Frau Eliza den Kopf geneigt. Sie hat in Grodno mehr als einen historischen Sturm überstanden“, schrieb Poczobut in sozialen Medien.

Held und Bindeglied der Polen
Für die örtliche Gemeinschaft ist Poczobut nicht nur ein Held, sondern auch ein Symbol für Hoffnung und Ausdauer. Kurz nach seiner Ankunft kam er in das Büro des von den weißrussischen Behörden verbotenen Bunds der Polen in Weißrussland. „Seine Ankunft war nicht nur für die Aktivisten von großer Bedeutung, sondern für alle in Weißrussland lebenden Polen“, betonte Borys. Der bewegendste Moment seines Besuchs war das Treffen mit älteren Frauen, die ihm während seiner Haft Pakete gebracht hatten. „Sie umarmten ihn und weinten“, berichtete Borys. „Andrzej wird unsere Stimme in Polen sein“, sagt sie abschließend.

Poczobut ist es besonders wichtig, dass die Kinder der polnischen Minderheit in Belarus weiterhin Polnisch lernen und den Kontakt zu ihrer Heimat aufrechterhalten können. Derzeit lernen in Weißrussland rund 3.000 Kinder Polnisch. Der dortige Bund unterstützt sowohl den Unterricht vor Ort als auch den Online-Unterricht.

Politischer Ex-Gefangener
Andrzej Poczobut hat mehr als fünf Jahre in weißrussischen Gefängnissen verbracht. Er wurde wegen „Anstiftung zum Hass“ und „Aufrufen zu Handlungen zur Schädigung der nationalen Sicherheit“ verurteilt. Menschenrechtsorganisationen haben ihn als politischen Gefangenen eingestuft. Nach seiner Rückkehr nach Polen plant er eine Reise in die USA und nach Kanada. Dort will er Vertreter der Behörden und der polnischen Gemeinschaft treffen.

PAP/ps

Andrzej Poczobut im Europäischen Parlament: Vergesst die politischen Gefangenen nicht

17.06.2026 22:00
Über die Lage politischer Gefangener, die Repressionen gegen die polnische Minderheit und das Fehlen der Meinungsfreiheit in Weissrussland hat Andrzej Poczobut im Europäischen Parlament gesprochen. Der Träger des Sacharow-Preises trat damit erstmals seit seiner Freilassung aus einer weißrussischen Strafkolonie Ende April vor den Europaabgeordneten auf.

Weißrussland: Polnische Hilfsorganisation als „extremistisch“ eingestuft

26.07.2026 09:30
Ein weißrussisches Gericht hat eine polnische Hilfsorganisation für Migranten und Flüchtlinge als „extremistische“ Organisation erklärt. Damit kann bereits das Folgen ihrer Konten in sozialen Medien die Aufmerksamkeit der weißrussisches Behörden auf sich ziehen, berichtet die Zeitung Gazeta Wyborcza.

Andrzej Poczobut kehrt nach Belarus zurück

08.09.2026 12:32
Der belarussisch-polnische Aktivist und ehemalige politische Gefangene Andrzej Poczobut ist nach Belarus zurückgekehrt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP, überquerte Poczobut am Dienstag den Grenzübergang Bobrowniki und machte sich auf den Weg in seine Heimatstadt Grodno.

„Seltene Helden unserer Gegenwart"

10.09.2026 13:50
Wenn man nach heutigen Helden oder Vorbildern suche, so eigne sich der polnische Journalist und einer der Anführer der polnischen Minderheit in Weißrussland, Andrzej Poczobut, wie kaum ein anderer für diese Rolle. Jahrzehntelange Masseneinwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten in Deutschland hat zu einem erheblichen Rückgang der Sicherheit und einem drastischen Absinken der Bildungsqualität geführt. Kinder deutscher linker Eliten selbst wohnen in abgeschotteten, bewachten Wohnsiedlungen. Ihre Kinder besuchen Privatschulen, fern von Migranten. Und: Pessimismus in Bezug auf die Wirtschaft und die schwindende Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges gegen die Ukraine sind bei der Hälfte der Russen die Ursache für Depressionen. Mehr dazu in der Preseschau.