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EU-Gipfel: Polen verteidigt EU-Mittel für Regionen und fordert härtere Russland-Sanktionen

15.10.2026 11:04
Warschau will die Fördermittel für Regionen und Landwirtschaft sichern, weist aber neue ETS-Einnahmen für den EU-Haushalt zurück. In der Migrationspolitik verlangt Polen schnellere Reaktionen in Krisenlagen.
14.10.2026. Premier RP Donald Tusk (L), premier Słowacji Robert Fico (P) i premier Węgier Peter Magyar (C) na spotkaniu premierów Grupy Wyszehradzkiej w Stałym Przedstawicielstwie Słowacji przy UE, 14 bm.w Brukseli. (aldg) PAPWiktor Dąbkowski
14.10.2026. Premier RP Donald Tusk (L), premier Słowacji Robert Fico (P) i premier Węgier Peter Magyar (C) na spotkaniu premierów Grupy Wyszehradzkiej w Stałym Przedstawicielstwie Słowacji przy UE, 14 bm.w Brukseli. (aldg) PAP/Wiktor DąbkowskiPAP/Wiktor Dąbkowski

Beim EU-Gipfel in Brüssel setzt sich Polen für EU-Mittel für die Regionen, flexible Migrationsregeln und eine entschiedene Russlandpolitik ein. Ministerpräsident Donald Tusk will die EU-Partner zu härteren Sanktionen gegen Russland bewegen. „Jeder Versuch, die Sanktionen gegen Russland zu lockern oder die Liste der Namen zu verkürzen, wird die Russen nur ermutigen“, sagte Tusk im Vorfeld des Gipfels.

Im Mittelpunkt der Haushaltsdebatte steht der Finanzrahmen für 2028 bis 2034. Der jüngste Entwurf der irischen Ratspräsidentschaft lässt die nationalen Fördermittel für Regionalentwicklung und Landwirtschaft unangetastet. Für Polen sind 123 Milliarden Euro vorgesehen. Warschau begrüßt dies, lehnt aber weiter ab, einen Teil der Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandelssystem ETS in den EU-Haushalt zu überführen.

Die Beratungen sollen den Weg für weitere Verhandlungen bereiten. Beschlüsse über den Haushalt werden nicht erwartet. Während einige Staaten zusätzliche Einsparungen verlangen, wollen Polen und andere Länder die Kohäsionspolitik und die Agrarförderung absichern. Litauens Präsident Gitanas Nausėda warnte vor weiteren Kürzungen, die europäische Prioritäten gefährden könnten.

Bei der Migration fordert Polen flexible Regeln für Krisenlagen. Die Regierung verweist auf die Lage an der Grenze zu Belarus und unterstützt eine stärkere Rolle der Grenzschutzagentur Frontex, ein besseres Frühwarnsystem und schnellere Rückführungen. Diskutiert wird auch, ob Asylanträge in außergewöhnlichen Situationen zeitlich begrenzt und örtlich beschränkt ausgesetzt werden können.

Am Freitag wollen die EU-Staats- und Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über den russischen Angriffskrieg beraten. Ein bilaterales Treffen Tusks mit Selenskyj ist für 10.50 Uhr geplant.

IAR/PAP/adn


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