Allein am 21. Oktober habe Russland 2.250 Soldaten verloren. Dies sei der höchste Wert bei den täglichen Verlusten seit Kriegsbeginn gewesen, schrieb Selenskyj. Seinen Angaben zufolge gelang es den ukrainischen Streitkräften im selben Zeitraum, 96,2 Quadratkilometer ihres Staatsgebiets zurückzuerobern. Das seien 10,4 Quadratkilometer mehr, als die russischen Truppen gleichzeitig eingenommen hätten.
Selenskyj sprach von „absurd hohen Verlusten“ auf russischer Seite. Die ukrainischen Streitkräfte hielten ihre Stellungen und gewännen weitere Gebiete zurück. Um die hohen Verluste zu beenden, müsse sich Moskau lediglich zu einer Waffenruhe und diplomatischen Verhandlungen entschließen, erklärte der Präsident.
Unabhängige westliche Medien, russische Exilmedien sowie militärische Forschungsinstitute schätzen die russischen Gesamtverluste seit Beginn der Invasion auf mehrere Hunderttausend Menschen. Einige besonders hohe Schätzungen gehen von insgesamt 1,1 bis 1,5 Millionen getöteten, verletzten oder vermissten russischen Soldaten aus.
Die Angaben zu den Verlusten beider Kriegsparteien lassen sich unabhängig nur schwer überprüfen. Moskau und Kiew veröffentlichen kaum verlässliche Zahlen zu den eigenen militärischen Verlusten.
PAP/jc