Deutsche Redaktion

NATO-Chef warnt Russland: „Unsere Antwort wäre tödlich"

12.02.2026 05:00
Ruttes Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über russische Übungen zur möglichen Abschottung der Suwałki-Lücke. Das Gebiet gilt im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der NATO als strategischer Brennpunkt.
NATO-Generalsekretr Mark Rutte hat am Mittwoch gewarnt, dass jeder russische Versuch, die Suwałki-Lcke zu blockieren, eine schnelle und verheerende Reaktion des Bndnisses auslsen wrde.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat am Mittwoch gewarnt, dass jeder russische Versuch, die Suwałki-Lücke zu blockieren, eine schnelle und verheerende Reaktion des Bündnisses auslösen würde.GENYA SAVILOV/AFP/East News

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat am Mittwoch gewarnt, dass jeder russische Versuch, die Suwałki-Lücke zu blockieren, eine schnelle und verheerende Reaktion des Bündnisses auslösen würde. „Wir sind ein Verteidigungsbündnis“, sagte Rutte auf einer Pressekonferenz in Brüssel. „Unsere Antwort wäre tödlich, sollten sie versuchen, uns anzugreifen. Niemand sollte glauben, er könne die NATO angreifen, denn unsere Reaktion wird verheerend sein“, so der NATO-Chef.

Die Suwałki-Lücke ist ein schmaler Korridor zwischen Polen und Litauen. Er verbindet die baltischen Staaten mit dem übrigen NATO-Gebiet und trennt die russische Exklave Königsberg von Weißrussland. Das Gebiet gilt im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der NATO als strategischer Brennpunkt. Ruttes Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über russische Übungen zur möglichen Abschottung des Korridors. Wie er betonte, führe die NATO regelmäßig Übungen zu unterschiedlichen Szenarien und nutze dabei aktuelle Geheimdienstinformationen.

Die Sorgen um die Suwałki-Lücke wurden durch ein vom „Wall Street Journal“ beschriebenes Kriegsszenario neu entfacht. Ehemalige NATO-Vertreter, deutsche Abgeordnete und Sicherheitsexperten haben dabei ein russisches Vordringen in die litauische Stadt Marijampolė simuliert. Das von der Zeitung Die Welt und der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg organisierte Szenario ging davon aus, dass russische Truppen die Stadt unter dem Vorwand einer humanitären Krise in Königsberg einnehmen würden.

Nach Angaben des polnischen Teilnehmers Bartłomiej Kot vom Aspen Institute Central Europe sei der Entscheidungsprozess der NATO in der Simulation blockiert worden. Nur Polen habe Russland im Wege gestanden. Andere Beteiligte hätten einen von Russland kontrollierten humanitären Korridor durch litauisches Staatsgebiet akzeptiert, einschließlich Beschränkungen des Luftraums für alle nicht-russischen Flugzeuge.

PAP/PR/ps

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