Deutsche Redaktion

Polen, Deutschland und Frankreich vereinbaren engere Zusammenarbeit im Verkehr

18.02.2026 06:30
Polen, Deutschland und Frankreich haben eine gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit im Verkehrsbereich unterzeichnet. Im Mittelpunkt stehen die bessere Anbindung im Schienenverkehr, die Widerstandsfähigkeit der Systeme sowie die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union.
Nach einem Treffen mit seinen deutschen und franzsischen Amtskollegen erklrte Polens Infrastrukturminister Dariusz Klimczak am Dienstag, die drei Lnder wollen direkte Bahnverbindungen zwischen Warschau, Berlin und Paris einrichten und das grenzberschreitende Netz ausbauen.
Nach einem Treffen mit seinen deutschen und französischen Amtskollegen erklärte Polens Infrastrukturminister Dariusz Klimczak am Dienstag, die drei Länder wollen direkte Bahnverbindungen zwischen Warschau, Berlin und Paris einrichten und das grenzüberschreitende Netz ausbauen. PAP/Marcin Obara

Nach einem Treffen mit seinen deutschen und französischen Amtskollegen erklärte Polens Infrastrukturminister Dariusz Klimczak am Dienstag, die drei Länder wollen direkte Bahnverbindungen zwischen Warschau, Berlin und Paris einrichten und das grenzüberschreitende Netz ausbauen. Die im Rahmen des Weimarer Dreiecks unterzeichnete Erklärung betone die Rolle des konventionellen und des Hochgeschwindigkeitsverkehrs auf Schienen für die Integration der Märkte und die Stärkung der Verbindungen zwischen den EU-Staaten.

Nach Angaben von Klimczak hätten die Minister die Widerstandsfähigkeit des Verkehrs im Kontext von Sicherheit und Krisenbewältigung, einschließlich militärischer Mobilität und dual nutzbarer Infrastruktur besprochen. Sie seien sich einig, dass grenzüberschreitende Verbindungen sowohl für zivile als auch für Verteidigungszwecke Priorität hätten.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot, die drei Länder „prägen die Fähigkeit der EU, in Krisensituationen eine widerstandsfähige und effiziente Mobilität zu garantieren“. Sein deutscher Amtskollege Patrick Schnieder ergänzte, das Treffen habe „den Grundstein für eine koordinierte grenzüberschreitende Verkehrsentwicklung gelegt“.

Die Gespräche sollen auch Straßen- und Seeverbindungen umfasst haben. Parallel dazu haben die Bahnbetreiber – Polens PKP, die Deutsche Bahn und die französische SNCF – eine eigene Vereinbarung zur Vertiefung der Zusammenarbeit unterzeichnet. Vorgesehen seien unter anderem bessere grenzüberschreitende Verbindungen und die Förderung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs, insbesondere im Korridor Warschau–Berlin–Paris.

Das Dokument sieht zudem eine Stärkung des Schienengüterverkehrs und die Fortsetzung der Partnerschaft „Europe’s Rail“ vor. Wie das polnische Infrastrukturministerium mitgeteilt hat, sei es das erste Treffen der Verkehrsminister der Weimarer-Dreieck-Staaten in dieser Form gewesen.

PAP/ps

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