Deutsche Redaktion

B9-Gipfel: Region sucht gemeinsame Linie vor Ankara

13.05.2026 11:14
Polens Präsident Karol Nawrocki und Rumäniens Staatsoberhaupt Nicușor Dan leiten das Treffen gemeinsam. Auch die jüngste Aussage von US-Präsident Trump, der Krieg gegen die Ukraine gehe zu Ende, dürfte in Bukarest Thema sein. 
Bukarest, Rumnien, 13.05.2026. Der polnische Prsident Karol Nawrocki (Mitte), der Leiter des Bros fr internationale Politik im Prsidialamt Marcin Przydacz (2. v. r.) und der Leiter des Nationalen Sicherheitsbros Bartosz Grodecki (links) whrend der Erffnungssitzung des Gipfeltreffens der Bukarester Neun (B9) in Bukarest am 13. dieses Monats.
Bukarest, Rumänien, 13.05.2026. Der polnische Präsident Karol Nawrocki (Mitte), der Leiter des Büros für internationale Politik im Präsidialamt Marcin Przydacz (2. v. r.) und der Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros Bartosz Grodecki (links) während der Eröffnungssitzung des Gipfeltreffens der Bukarester Neun (B9) in Bukarest am 13. dieses Monats.PAP/Piotr Nowak

Beim Gipfel der Bukarester Neun in Rumänien stimmt sich die NATO-Ostflanke am Mittwoch auf die nächsten sicherheitspolitischen Entscheidungen des Bündnisses ein. Neben den Staaten der Region werden in Bukarest NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Vertreter des US-Außenministeriums und nordische Partner erwartet.

Polens Präsident Karol Nawrocki und Rumäniens Staatsoberhaupt Nicușor Dan leiten das Treffen gemeinsam. Es soll auch der Vorbereitung des NATO-Gipfels im Juli in Ankara dienen. Im Mittelpunkt stehen die weitere Unterstützung der Ukraine, die Abschreckung gegenüber Russland und die Sicherheit kritischer Infrastruktur im Ostsee- und Schwarzmeerraum.

Nawrocki und Dan hatten bereits am Dienstag bei einem bilateralen Treffen in Bukarest die Rolle Polens und Rumäniens an der Ostflanke hervorgehoben. Polen im Norden und Rumänien im Süden seien „Festungen“ des Bündnisses, sagte Nawrocki. Beide Länder wollen zudem ihre Verteidigungsindustrien enger vernetzen und Moldau auf dem Weg in die Europäische Union unterstützen.

Auch die jüngste Aussage von US-Präsident Trump, der Krieg gegen die Ukraine gehe zu Ende, dürfte in Bukarest Thema sein. Die Reaktion der Region bleibt skeptisch. Nawrocki betonte, ein dauerhafter Frieden müsse klar benennen, wer Angreifer und wer Opfer sei.

PAP/adn

Einnahme des Donbass könnte Russland noch 30 Jahre kosten

11.05.2026 11:12
Russland kommt im Krieg gegen die Ukraine nach Einschätzung westlicher Analysten an der Front nur noch langsam voran. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Militäranalysen berichtete, könnte die vollständige Einnahme der ostukrainischen Region Donbas beim derzeitigen Tempo mehr als 30 Jahre dauern.

Schröder(inger)-Frieden

12.05.2026 10:24
In der Physik gibt es das berühmte Gedankenexperiment der Schrödinger-Katze. Kurz gesagt: Solange wir nicht in die Kiste schauen, ist die Katze gleichzeitig lebendig und tot. Natürlich beschreibt das keine gewöhnliche Katze, sondern veranschaulicht das Paradoxon der Quantenmechanik. In der internationalen Politik ist nun eine ähnliche Konstruktion aufgetaucht: der Schröder(inger)-Frieden. Solange man die Kiste mit der Aufschrift „Gerhard Schröders Vermittlung“ nicht öffnet, kann man so tun, als befänden sich darin Frieden, Diplomatie und europäische Besonnenheit. Öffnet man die Kiste jedoch, sieht man etwas weit weniger Subtiles: ein altes politisches Requisit des Kremls, eingewickelt in deutsches Briefpapier, schreibt der Publizist Sławomir Sieradzki.

Nawrocki in Bukarest: Polen und Rumänien sind „Festungen“ an der NATO-Ostflanke

13.05.2026 06:30
Während seines offiziellen Besuchs in Bukarest hat Präsident Karol Nawrocki mit dem rumänischen Präsidenten Nicușor Dan über Sicherheit, die Zusammenarbeit der Rüstungsindustrien sowie die Unterstützung für Moldau gesprochen. Beide Staatschefs betonten übereinstimmend, dass Polen und Rumänien die größte Verantwortung für die Verteidigung Europas gegen die Bedrohung durch Russland tragen und damit zu „Festungen“ an der NATO-Ostflanke geworden seien.