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Morawiecki lehnt Loyalitätserklärung ab und bietet erneut Rücktritt als PiS-Vize an

24.07.2026 11:11
Im Machtkampf innerhalb der Oppositionspartei PiS hat Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki erneut einen Rücktritt als stellvertretender Parteivorsitzender angeboten. Eine von der Parteiführung verlangte Loyalitätserklärung werde er jedoch nicht unterschreiben, sagte Morawiecki am Freitag.
Mateusz Morawiecki
Mateusz MorawieckiKarol Makurat/East News

„Ich werde keine Loyalitätserklärung unterschreiben“, erklärte Morawiecki im Fernsehsender wPolsce24. Der Begriff erinnere ihn an frühere politische Verhältnisse.


Nach seinen Angaben legte er Parteichef Jarosław Kaczyński bei einem Treffen am Donnerstagabend einen Kompromissvorschlag mit 21 Punkten vor. Dieser sehe unter anderem vor, dass er auf das Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden verzichte und sich als einfaches Parteimitglied auf die Gewinnung neuer Wähler konzentriere. Zugleich habe er zugesichert, keine konkurrierenden Parteistrukturen aufzubauen.

Hinter der Eskalation steht ein Ultimatum der PiS-Führung. Abgeordnete mussten bis Donnerstagabend erklären, keiner politischen Vereinigung außerhalb der Partei anzugehören. Betroffen sind vor allem Mitglieder der von Morawiecki gegründeten Vereinigung „Rozwój Plus“. Bei Nichtbefolgung droht der Ausschluss aus der Partei.

Morawiecki warf einem Teil der Parteiführung vor, gegen ihn zu intrigieren. Einige Funktionäre wollten eine kleinere, aber vollständig von ihnen kontrollierte Partei. Er selbst wolle dagegen das Wählerpotenzial der PiS erweitern. Zugleich zeigte er sich weiterhin zu Gesprächen mit Kaczyński bereit und betonte, seine Vorschläge seien „sehr weitgehende Zugeständnisse“.

Eine Zusammenarbeit mit Politikern der Regierungskoalition unter Ministerpräsident Donald Tusk schloss Morawiecki kategorisch aus.

Parteichef Jarosław Kaczyński will sich am Freitagmittag zu dem Konflikt äußern.


PAP/jc

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