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Weitere Exhumierungen in Huta Pieniacka

20.08.2026 11:09
Die ukrainischen Behörden haben die Genehmigung für Exhumierungsarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes Huta Pieniacka erteilt. Das teilte das polnische Institut für Nationales Gedenken (IPN) am Donnerstag mit.
In der frheren polnischen Ortschaft wurden nach historischen Erkenntnissen am 28. Februar 1944 etwa 850 Menschen gettet. Das Dorf wurde zerstrt.
In der früheren polnischen Ortschaft wurden nach historischen Erkenntnissen am 28. Februar 1944 etwa 850 Menschen getötet. Das Dorf wurde zerstört. X/kultura_gov_pl

Nach Angaben des IPN wurden am 8. Februar 1944 polnische Einwohner des Ortes von Angehörigen des 4. Galizischen SS-Polizei-Regiments, sowie von Mitgliedern der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ermordet.

Bei ersten Sucharbeiten im Juni seien menschliche Überreste an 25 Stellen auf einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern gefunden worden.

Es handelt sich nach Angaben des IPN um die zweite Genehmigung für die Exhumierung von Opfern der sogenannten Wolhynien-Verbrechen, die die polnische Seite erhalten hat. Einen Termin für den Beginn der Arbeiten will das Institut zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Der Streit über ein von ukrainischer Seite verhängtes Verbot von Such- und Exhumierungsarbeiten dauerte seit Frühjahr 2017 an. Das Verbot war nach dem Abbau eines UPA-Denkmals im südostpolnischen Hruszowice im April 2017 verhängt worden.

Ende November 2024 kündigten die Außenminister Polens und der Ukraine, Radosław Sikorski und Andrij Sybiha, die Aufhebung des Moratoriums für die Suche und Exhumierung polnischer Opfer der Wolhynien-Verbrechen an.

Im Frühjahr 2025 führte die polnische Seite Exhumierungsarbeiten im ehemaligen Dorf Puźniki im heutigen ukrainischen Gebiet Ternopil durch. Dabei wurden die sterblichen Überreste von mindestens 42 Menschen gefunden. Sie wurden am 6. September in Puźniki beigesetzt.


PAP/jc

 

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