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Politische Gruppierung fordert verpflichtende Verteidigungsausbildung für Polen

24.09.2026 08:00
Die neue polnische Gruppierung Entwicklung Plus schlägt eine verpflichtende Verteidigungsausbildung für alle Bürger nach Schulabschluss vor. Die Formation kündigt zudem einen Gesetzentwurf an, der polnische Abgeordnete und Senatoren zur Teilnahme an einer militärischen Ausbildung verpflichten soll.
Der ehemalige Ministerprsident Mateusz Morawiecki, Vorsitzender von Entwicklung Plus, und der Europaabgeordnete Michał Dworczyk haben auf einer Pressekonferenz ein Paket von Verteidigungsplnen vorgeschlagen. Es trgt den Titel Armee fr den Krieg, nicht fr Paraden.
Der ehemalige Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, Vorsitzender von Entwicklung Plus, und der Europaabgeordnete Michał Dworczyk haben auf einer Pressekonferenz ein Paket von Verteidigungsplänen vorgeschlagen. Es trägt den Titel „Armee für den Krieg, nicht für Paraden“.PAP/Paweł Supernak

Der ehemalige Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, Vorsitzender von Entwicklung Plus, und der Europaabgeordnete Michał Dworczyk haben auf einer Pressekonferenz ein Paket von Verteidigungsplänen vorgeschlagen. Es trägt den Titel „Armee für den Krieg, nicht für Paraden“.



Wie sie erklärten, beruhe die Initiative auf vier Säulen. Die erste sei ein „neues Modell für die polnischen Streitkräfte“, sagte Dworczyk. Es orientiere sich am finnischen System einer starken Berufsarmee, unterstützt durch eine ausgebildete Reserve. Ein solches Modell könnte es Polen ermöglichen, im Bedarfsfall innerhalb weniger Wochen mehr als eine Million Menschen zu mobilisieren, sagte er. Zudem forderte Dworczyk eine stärkere Digitalisierung und eine bessere Lageerfassung. „Leider sind wir zu einem großen Teil noch eine analoge Armee. Wenn wir eine echte Widerstandsfähigkeit aufbauen wollen, müssen wir in die digitale Welt wechseln“, sagte der Abgeordnete.

Die zweite Säule betrifft die Territorialen Verteidigungskräfte sowie eine allgemeine verpflichtende Verteidigungsausbildung für alle nach Schulabschluss, unabhängig vom Geschlecht.

Auch  Politiker sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Seine Gruppierung wolle zudem einen Gesetzentwurf einbringen, der alle polnischen Abgeordneten und Senatoren bis zu einem bestimmten Alter verpflichtet, eine einmonatige militärische Feldausbildung sowie eine einmonatige Ausbildung an der Akademie für Kriegsstudien in Warschau zu absolvieren.

Morawiecki forderte als dritte Säule eine engere Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften und der gesamten Industrie. „Ohne Innovation kann es keine starke Rüstungsindustrie geben. Innovation kann entweder durch Krieg oder durch Wettbewerb vorangetrieben werden“, sagte der ehemalige Ministerpräsident.

Die vierte Säule sei die Finanzierung der Verteidigung, sagte Morawiecki. Die öffentliche Debatte müsse sich auch mit Möglichkeiten befassen, wie sich die Investitionen in die Verteidigung auszahlen könnten. Verteidigungsinvestitionen sollten seiner Ansicht nach der gesamten Wirtschaft zugutekommen – durch Steuereinnahmen, Patente, Know-how und Technologie.

PAP/PR/ps

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