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„Und täglich grüßt das Murmeltier“: Serafin drängt auf EU-Haushaltsdeal 2026

30.09.2026 12:25
Der Kommissar weist die Kürzungsforderungen mehrerer Nettozahler zurück: Gerade Investitionen in Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit lägen auch in ihrem Interesse. Für die Ukraine fordert er gleiche Beitrittsregeln.
Ілюстративне фото pxhere.com/CC0 Public Domain

EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin drängt auf eine Einigung über den Finanzrahmen für 2028 bis 2034 noch in diesem Jahr. Andernfalls könne der neue Haushalt nicht zum 1. Januar 2028 in Kraft treten, sagte er im Gespräch mit PAP. Wegen neuer Instrumente brauche die Umsetzung Vorlaufzeit. Beim derzeitigen Haushalt hätten Verzögerungen zu Rückständen geführt.

„Die Verhandlungen über den EU-Haushalt und insbesondere das Verhalten der Mitgliedstaaten erinnern mich bisweilen an den Film ,Und täglich grüßt das Murmeltier‘“, sagte Serafin. Dennoch rechne er mit einer Verständigung. In früheren Haushaltsrunden sei ein Kompromiss stets erst gegen Ende der Verhandlungen erreicht worden.

Der Kommissar wies die Forderungen Deutschlands, der Niederlande, Dänemarks, Finnlands und Schwedens nach starken Kürzungen zurück. Der vorgeschlagene Haushalt liege im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung der EU nur geringfügig über dem laufenden Finanzrahmen. Einschnitte würden aus seiner Sicht vor allem Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit sowie Forschung treffen – Bereiche, von denen gerade die nördlichen Mitgliedstaaten profitierten.

Polen sitze nach dem Regierungswechsel im Herbst 2023 wieder „am europäischen Tisch, aber nicht mehr auf der Speisekarte“, sagte Serafin. Damit meinte er, dass das Land nicht mehr als Problemfall etwa bei Rechtsstaatlichkeit und der Verwendung von EU-Geldern behandelt werde.

Für einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine lehnte Serafin Sonderkonditionen ab. Zugleich sei für die Einbindung der ukrainischen Landwirtschaft in die Gemeinsame Agrarpolitik ein neuer Mechanismus nötig.

PAP/adn

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