Deutsche Redaktion
Folge uns auf Google

Folge uns auf Google, um unsere News immer ganz oben zu sehen.

„Schmutziger Deal“. Kreml lockt Weißes Haus mit gemeinsamen Gasgeschäften

09.10.2026 14:50
Hinter dem Rücken der Europäischen Union und der Ukraine verhandeln Vertreter des Kremls und des Weißen Hauses über gemeinsame Gasgeschäfte. Dabei geht es um die stillgelegten Nord-Stream-Pipelines, durch die seit 2011 russisches Gas auf dem Grund der Ostsee nach Deutschland transportiert wurde.
Hochrangige russische und amerikanische Vertreter haben ber den Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines gesprochen, berichteten fnf mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Hochrangige russische und amerikanische Vertreter haben über den Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines gesprochen, berichteten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.FrameStockFootages/shutterstock

Hochrangige russische und amerikanische Vertreter haben über den Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines gesprochen, berichteten fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. An den Gesprächen waren Kirill Dmitrijew, ein enger Berater des russischen Diktators, und der US-Sondergesandte Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump, beteiligt. Wie Reuters betonte, halte Kushner Geschäfte mit dem russischen Aggressor für entscheidend, um den Frieden in Europa wiederherzustellen. Eine Vereinbarung mit den Eigentümern von Nord Stream würde es US-Investoren ermöglichen, nach dem Ende des Krieges an Energielieferungen nach Europa zu verdienen.

Dmitrijew und Kushner haben sich in den vergangenen Wochen in Moskau und New York getroffen. In welchem Umfang sie dabei über Nord Stream sprachen, sei unklar. Quellen von Reuters nach gehöre das Thema jedoch weiterhin zu den zentralen Punkten der Gespräche.

Der sich für eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland einsetzende Dmitrijew hat sich im vergangenen Monat mit Vertretern des US-Energieministeriums und des US-Finanzministeriums getroffen, um mögliche Energieprojekte zwischen den USA und Russland zu besprechen. Ein Vertreter Dmitrijews habe eine Stellungnahme gegenüber Reuters abgelehnt. Wie groß das Interesse Washingtons an einer Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland sei, bleibe unklar. Deutschland ist der größte Energieverbraucher Europas.

EU: Keine Rückkehr zu russischem Gas
Die Gespräche stehen im Widerspruch zum Beschluss der Europäischen Union, die Einfuhr russischen Gases bis Ende 2027 vollständig einzustellen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bekräftigte vor zwei Tagen, dass es unabhängig von der Marktlage keine Rückkehr zu russischem Gas geben werde. Die Nord-Stream-Pipelines unterliegen Sanktionen der USA und der EU. Eine Wiederinbetriebnahme wäre daher rechtswidrig. (Nur Nord Stream 1 war in Betrieb. Nord Stream 2 wurde trotz der Erpressungsversuche des Gazprom-Konzerns nie in Betrieb genommen – Anm. d. Red.)

Die deutsche Koalitionsregierung lehnt eine Wiederinbetriebnahme der durch eine gezielte Explosion beschädigten Nord-Stream-Pipeline ab. Der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine für die deutsche Energiepolitik zuständige Abgeordnete Michael Kellner warne, „diese Gespräche bergen die Gefahr eines schmutzigen Deals, der Europa teuer zu stehen kommen wird. Die Amerikaner und die Russen werden die Gewinne unter sich aufteilen.“  Die prorussische Alternative für Deutschland (AfD) unterstützt dagegen diesen Vorschlag. Dmitrijew will sich Anfang kommenden Jahres mit der AfD-Führung treffen, um über eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen nach Deutschland zu sprechen.

Rz/Reuters/ps

Zweiter Verdächtiger im Nord-Stream-Verfahren in Kroatien festgenommen

19.08.2026 17:17
Im Fall der Sabotage an den Nord-Stream-Gaspipelines ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Der ukrainische Staatsbürger Wolodymyr Sch. wurde in Kroatien aufgrund eines europäischen Haftbefehls festgesetzt, wie die ARD „Tagesschau“ berichtete. Deutschland will seine Auslieferung beantragen.

Neue Baltic Energy Initiative soll Energiesicherheit stärken

04.09.2026 12:03
Orlen und 13 Partner aus Nord- und Mitteleuropa starten die Baltic Energy Initiative. Die Plattform soll gemeinsame Analysen und mögliche Projekte zur Energiesicherheit im Ostseeraum vorbereiten - von Offshore-Wind bis zum Schutz kritischer Infrastruktur.

Experte: AfD ist ein Aktivposten des Kremls in Deutschland

17.09.2026 12:29
Bei den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag treten Politiker der AfD an, die eine Wiederaufnahme des Handels mit Russland und ein Ende der Unterstützung für die Ukraine fordern. Nach Einschätzung des Rechtsextremismusforschers Marcus Bensmann vertritt die gesamte Partei diese Position. Deshalb sei die AfD „ein Aktivposten des Kremls in Deutschland“.

Altkanzler Schröder bei Putins Geburtstag

09.10.2026 02:00
Geburtstage feiert man im Kreis der engsten Vertrauten. Von dieser Annahme ist offenbar auch Wladimir Putin ausgegangen, der seinen „alten Freund“ Gerhard Schröder zu sich nach Hause eingeladen hat, teilte der Kreml mit.