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Selenskyj: „Es gibt keine Alternative zum Frieden“

05.11.2026 06:29
Die Ukraine dringt auf schnelle Friedensverhandlungen mit Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dazu mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen. Im Mittelpunkt des rund eineinhalbstündigen Gesprächs am Mittwoch standen die Vorbereitungen für trilaterale Verhandlungen zwischen Kiew, Washington und Moskau.
Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr SelenskyjEPA/Sean Gallup

„Wir bereiten uns auf Gespräche auf Arbeitsebene zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten und Russland vor. Sie werden in weniger als einer Woche stattfinden“, teilte Selenskyj mit. Die Ukraine sei bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen. „Unsere Vorschläge sind klar und wurden der amerikanischen Seite übermittelt“, erklärte er.

Bei dem Gespräch ging es auch um die militärische Unterstützung der Ukraine. Selenskyj sprach mit den US-Vertretern insbesondere über den Bedarf an Abfangraketen für die amerikanischen Patriot-Luftabwehrsysteme. Zudem wurden gemeinsame Projekte im Drohnenbereich erörtert. Im Rahmen des sogenannten „Drone Deal“ will die Ukraine ihre Erfahrungen und Technologien an Partnerstaaten weitergeben und dafür unter anderem finanzielle Unterstützung sowie Hilfe bei der Luftverteidigung erhalten.

Unterdessen fanden in Brüssel Beratungen über den Wiederaufbau der Ukraine nach einem möglichen Kriegsende statt. Beteiligt waren Vertreter der USA, der EU, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands sowie der NATO und der Weltbank. Für Donnerstag sind weitere Gespräche über Sicherheitsgarantien für die Ukraine geplant.

Selenskyj betonte, dass ein möglicher Friedensschluss mit verlässlichen Sicherheitszusagen verbunden sein müsse. „Es gibt keine Alternative zum Frieden, und die Sicherheitsgarantien für die Zeit nach dem Krieg müssen wirklich solide sein“, sagte er. Die Verhandlungen müssten so schnell wie möglich vorankommen.

Die nächsten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland unter Vermittlung der USA sind für den 10. und 11. November in Abu Dhabi geplant.

IAR/jc

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