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83. Jahrestag des Blutsonntags: Gedenken zwischen Konfrontation und Versöhnung

11.07.2026 13:47
Allen Differenzen zum Trotz - In einem Punkt sind sich die Politiker in Polen einig.
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Feier am Denkmal in der Hauptstadt fr die Opfer des Vlkermords, den ukrainische Nationalisten in den Jahren 19421947 an Brgern der Zweiten Polnischen Republik in den sdstlichen Woiwodschaften verbten, am 11. dieses Monats. Die Gedenkfeiern zum 83. Jahrestag der Verbrechen in Wolhynien dauern an. (jm) PAPPiotr Nowak
Feier am Denkmal in der Hauptstadt für die Opfer des Völkermords, den ukrainische Nationalisten in den Jahren 1942–1947 an Bürgern der Zweiten Polnischen Republik in den südöstlichen Woiwodschaften verübten, am 11. dieses Monats. Die Gedenkfeiern zum 83. Jahrestag der Verbrechen in Wolhynien dauern an. (jm) PAP/Piotr NowakPAP/Piotr Nowak

Am 83. Jahrestag des Wolhynien-Massakers gedenkt Polens Staatsspitze der Opfer. Die Aussagen zeigen, wo das Land über den richtigen Umgang mit der Erinnerung zerstritten ist. Aber auch, wo sich die Politiker unabhängig von Parteizugehörigkeit einig sind.

Wolhynien-Gedenktag: Nawrocki will "polnische Ehre verteidigen" – Regierung mahnt zur Deeskalation

10.07.2026 11:55
Polens Präsident Nawrocki gedenkt am 11. Juli in Radruż der Opfer der Wolhynien-Massaker. Während sein Lager auf historischer Wahrheit und klarer Haltung zur UPA beharrt, ruft die Regierung zur Deeskalation auf. Kiew wirbt für einen behutsamen Dialog – auch mit Blick auf Russland.

Deepfake mit ukrainischem Kommandeur: Kiew und Warschau warnen vor russischer Desinformation vor Wolhynien-Gedenken

10.07.2026 12:05
Vor dem Wolhynien-Gedenktag warnen Kiew und Warschau vor einer russischen Desinformationsoperation: Ein KI-Deepfake, Bots und gefälschte Profile sollen Misstrauen zwischen Polen und Ukrainern schüren.

„Ich würde mich erneut entschuldigen" – Ex-Präsident Kwaśniewski über Jedwabne

10.07.2026 12:49
Am 10. Juli jährt sich der Mord von Jedwabne zum 85. Mal, einen Tag später der Beginn der Wolhynien-Massaker zum 83. Beide Jahrestage sind heute ein wichtiges Thema der Presskommentare. Der frühere Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski würde sich für Jedwabne heute erneut entschuldigen – und warnt vor Politikern, die aus ungeheilten Wunden Kapital schlagen. Selenskyjs Berater Mychajlo Podoljak wiederum lässt in der Frage der UPA keinen Zweifel: Ultimaten werde Kiew nicht akzeptieren. Kann Versöhnung gelingen, wenn beide Seiten auf ihren Helden beharren? Wem nützt der Streit? Und: Polnische Soldaten holen ihre Uniform künftig am Paketautomaten ab? Mehr dazu in der Presseschau.

Erste Opfer des Wolhynien-Massakers identifiziert

10.07.2026 14:30
Acht Opfer des von der UPA verübten Wolhynien-Massakers sind identifiziert worden. Das Institut für Nationales Gedenken kündigt weitere Exhumierungen der Opfer des Völkermords in Wolhynien an. Dies sei kein Erfolg, sondern die Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und Versprechen gegenueber den Familien der Opfer, teilte die Kulturministerin mit.

"Wir wollen keine Rache, wir wollen ein Grab"

11.07.2026 13:20
Am 11. Juli begeht Polen den Nationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermords an den Bürgern der Zweiten Republik – 83 Jahre nach dem „Blutigen Sonntag" in Wolhynien. Während in Warschau über die europäische Deutung der Geschichte gestritten wird, ruft ein ukrainischer Abgeordneter dazu auf, „zuerst die Sprache zu entwaffnen": Darf der Streit über die UPA die militärische Hilfe für die Ukraine berühren? Was erzählt ein wolhynisches Dorf namens Przebraże über das, was 1943 möglich war – und über Ukrainer, die Polen retteten? Und: warum schwiegen die überlebenden Kinder jahrzehntelang und was wollen sie heute? Mehr dazu in der Presseschau.