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Deutsche Redaktion

Albtraum Lockdown

20.10.2020 13:42
Die polnische Regierung will einen erneuten Lockdown vermeiden, doch die Situation bleibt weiterhin fragil. Die Presse befasst sich heute unter anderem mit möglichen Szenarien für die Zukunft.
Presseschau
PresseschauShutterstock.com

RZECZPOSPOLITA: Lockdown unwahrscheinlich, aber …

Die Pandemie bleibt ein wichtiges Thema in den Medienberichten. Immer wieder wird die Frage nach einem erneuten Lockdown wiederholt. Ähnliche Maßnahmen, wie die vom Jahresanfang, wolle die Regierung nicht einführen, doch theoretisch nehme man jede Lösung in Betracht, zitiert die Tageszeitung Rzeczpospolita den Regierungssprecher Piotr Müller. In einem Gespräch mit den Medien erklärte Müller, dass sich die polnische Regierung für einen Weg der Mitte entschlossen habe. Man wolle einerseits die Gesundheit der Bürger, andererseits aber auch den Arbeitsmarkt beschützen. Man tue das, was man momentan tun müsse. Sollte es weitere Beschränkungen geben, werde die Regierung darüber in den kommenden zwei bis drei Tagen informieren, heißt es.

Man schaue sich genauestens die täglichen Zahlen der Neuinfektionen an, führt Müller fort. Was jetzt von großer Bedeutung sei, sei die Zahl der freien Betten und Atemgeräte in den Krankenhäusern. Die Entscheidung über den Bau eines mobilen Krankenhauses auf dem Gelände des Warschauer Nationalstadions habe man schon vor mehreren Wochen in Erwägung gezogen, als man sich auf die zweite Welle der Pandemie vorbereitet habe, erklärt Piotr Müller die letzten Handlungen der Regierung in Warschau in der Tageszeitung Rzeczpospolita.

Die Zahl der Neuinfizierungen ist in den vergangenen Wochen in Polen deutlich angestiegen und schwankt in den letzten Tagen bei ca. 8 Tausend Fällen täglich.


DZIENNIK/GAZETA PRAWNA: Abkehr vom Liberalismus

Der Soziologe, Philosoph und Abgeordnete des EU-Parlaments, Professor Zdzisław Krasnodębski, spricht im Blatt Dziennik/Gazeta Prawna von einer sich abzeichnenden Abkehr vom Liberalismus. Anfang der 90. Jahre habe Francis Fuuyama in seinem berühmten Buch das Ende der Geschichte verkündet. Er habe aufgezeigt, dass die liberale Demokratie die höchste Form des politischen Systems sei, für das es keine Alternative gäbe. Da der Westen dieses Entwicklungsstadium erreicht habe, sei die Geschichte nun an ihr Ende gelangt. Man habe seine Ansichten lange Zeit geteilt, bis vor wenigen Jahren klar wurde, dass die geopolitische Lage eher an das späte 19. Jahrhundert erinnere: man habe erneut einen Wettlauf der Imperien beobachten können, die – wie China – nichts mit liberalen Demokratien gemeinsam hätten. In einem solchen Kontext müsste man auch die politischen Anspräche der Türkei und Russlands bewerten.

Die EU halte zwar an dem Prinzip der liberalen Demokratie noch immer fest, führt der Politiker fort. Doch auch hier seien Veränderungen zu erkennen. In Zeiten der Pandemie habe die Europäischen Union ihre Grenzen geschlossen. Das Gleiche hätten übrigens auch einzelne Mitgliedsstaaten unternommen. Man diskutiere heute über die Migration vollkommen anders als noch vor Jahren. Damals wäre das unvorstellbar, ähnliche Probleme seien eine Randerscheinung der politischen Agenda gewesen. Man habe inzwischen neu entdeckt, dass Grenzen und Mauern nicht nur die Freiheit wegnehmen, sondern in bestimmten Fällen auch die Freiheit beschützen können.

Die an ihrer liberalen Doktrin festhaltende EU werde anachronistisch, stellt Krasnodębski fest. Diese Tendenz würde eindeutig mit den aktuellen Trends auf der Welt auseinandergehen. Dieses Dogma passe aber auch immer weniger dazu, was innenpolitisch in Europa vor sich gehe. Die politische Elite der Europäischen Union stehe vor einer ganz neuen Wirklichkeit und sie müsse neue Antworten auf die bevorstehenden Fragen finden, so Zdzisław Krasnodębski in Dziennik/Gazeta Prawna.

 
SUPER EXPRESS: Abschied vom großen Meister

Die heutige Presse nimmt Abschied von Wojciech Pszoniak, einem der besten und bekanntesten polnischen Schauspieler. Pszoniak ist gestern in Warschau im Alter von 78 Jahren an Krebs verstorben. Kurz vor seinem Tod habe er noch eine wichtige Sache erledigen können, schreibt Super Express. Und zwar habe er sich mit Gott versöhnt. Priester Andrzej Luter hat die vergangenen Monate des Lebens von Pszoniak beschrieben. Bis zum letzten Augenblick sei ihm seine Ehefrau Basia bei Seite gestanden. Auch er, Priester Luter, habe den Schauspieler in den letzten Monaten öfters besucht. Der Künstler habe das Bedürfnis nach Gesprächen gespürt. Eines der letzten Gespräche dauerte mehrere Stunden. Eine Woche später sei der Künstler nicht mehr im Stande gewesen, frei zu reden. Sie hätten sich daher schweigend voneinander verabschiedet, erinnert sich der Priester an die letzten Tage von Wojciech Pszoniak im Blatt Super Express.

Der Schauspieler erlangte 1968 ein Diplom an der Theaterhochschule in Kraków und war anschließend unter anderem am geschichtsträchtigen Stary Teatr tätig. Sein Filmdebüt hatte Pszoniak zwei Jahre später. Seine ersten wichtigen Filmrollen spielte er bei Andrzej Wajda. Mit Wajda arbeitete Pszoniak noch mehrfach zusammen. Er spielte unter dessen Regie den Juden Moryc Welt im Kinoklassiker „Ziemia obiecana“. Diese Rolle eröffnete ihm die Tür zur internationalen Kariere. Daraufhin arbeitete Pszoniak ab Mitte der  80-er Jahre vor allem in Westeuropa, insbesondere in Frankreich.


Jakub Kukla