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Von Monaten auf Wochen: Polens geplantes PAC-3-Zentrum soll Europas Wartezeiten verkürzen

29.10.2026 11:44
Das Vorhaben betrifft zunächst Wartung, Reparatur und Zertifizierung von PAC-3 MSE. Eine vollständige Fertigung in Polen bleibt ein langfristiges Ziel.
Ein Boden-Luft-Raketenwerfer des Patriot-Systems, der krzlich in das Integrierte Gefechtsfhrungssystem (IBCS) aufgenommen wurde, steht am 18. Dezember 2024 auf einem Armeesttzpunkt in Sochaczew, Polen. REUTERSKuba StezyckiArchivfoto
Ein Boden-Luft-Raketenwerfer des Patriot-Systems, der kürzlich in das Integrierte Gefechtsführungssystem (IBCS) aufgenommen wurde, steht am 18. Dezember 2024 auf einem Armeestützpunkt in Sochaczew, Polen. REUTERS/Kuba Stezycki/ArchivfotoREUTERS/Kuba Stezycki/Archivfoto

Polen plant ein Wartungszentrum für PAC-3-MSE-Flugkörper des Patriot-Systems. Es soll technische Betreuung, Reparaturen und Zertifizierung innerhalb Europas ermöglichen und damit die Verfügbarkeit der Flugkörper für Polen und andere europäische Nutzer verbessern.

Lockheed Martin erklärte, regionale Wartungskapazitäten könnten die Bearbeitungszeit deutlich reduzieren. Bislang mussten Flugkörper aus Europa dafür in die USA transportiert werden. Transport, Instandsetzung und Zertifizierung konnten sich nach Unternehmensangaben über viele Monate erstrecken. Das geplante Zentrum in Polen soll die Abläufe auf einige Wochen verkürzen.

Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz sagte, die Entscheidung für den Standort Polen sei auch wegen der positiven Einschätzung der USA zur raschen Realisierung gefallen. In Polen werden bereits Startbehälter sowie ein Abschnitt des PAC-3-MSE-Flugkörpers gefertigt. Die vollständige Produktion dieses Typs bleibt für Polen ein langfristiges Ziel.

Der Ausbau fällt in eine Phase knapper Bestände für die ukrainische Luftverteidigung. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Ukraine erwerbe in diesem Jahr im Durchschnitt rund zwölf Patriot-Flugkörper monatlich in den USA. Die Beschaffung werde über den PURL-Mechanismus finanziert, bei dem NATO-Staaten US-Waffen für die Ukraine bezahlen.

IAR/PAP/adn

Kallas warnt vor neuen russischen Sabotageakten in Europa

28.09.2026 10:49
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt vor weiteren russischen Sabotageakten in Europa. „Wir müssen wachsam bleiben, denn die Geheimdienstinformationen zeigen, dass Russland weitere Sabotageakte und Angriffe auf unsere Demokratien plant“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. „Russland will unsere Gesellschaften spalten und die Bürger einschüchtern, damit wir davon ablassen, der Ukraine zu helfen.“

Zwei Türken in Deutschland wegen Brandanschlag auf Starlink-Anlage in Polen festgenommen

13.10.2026 01:00
Zwei türkische Staatsangehörige, die verdächtigt werden, im vergangenen Monat eine Starlink-Satellitenfunkanlage in Zentralpolen in Brand gesetzt zu haben, sind in Deutschland festgenommen worden. Das teilten polnische Behörden am Montag mit. Hinter der Tat wird ein Sabotageakt im Auftrag Russlands vermutet.

Bulgarien ermittelt wegen Brandstiftung an Starlink-Antennen

15.10.2026 09:15
Der bulgarische Ministerpräsident hat die Hintergründe des Vorfalls nicht bestätigt. Er nannte auch keinen konkreten Staat, der für die Brandstiftung verantwortlich sein könnte. Die Opposition wirft ihm vor, nicht den Mut zu haben, Russland als möglichen Täter zu nennen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat diese Woche in einem ähnlichen Fall in Polen klar auf russische Geheimdienste hingewiesen.