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Zwei Türken in Deutschland wegen Brandanschlag auf Starlink-Anlage in Polen festgenommen

13.10.2026 01:00
Zwei türkische Staatsangehörige, die verdächtigt werden, im vergangenen Monat eine Starlink-Satellitenfunkanlage in Zentralpolen in Brand gesetzt zu haben, sind in Deutschland festgenommen worden. Das teilten polnische Behörden am Montag mit. Hinter der Tat wird ein Sabotageakt im Auftrag Russlands vermutet.
Der Brand war am Abend des 23. September an einer Starlink-Anlage im Dorf Wola Krobowska nahe Grójec in der zentralpolnischen Woiwodschaft Masowien ausgebrochen. Zwei Tage spter leiteten die Ermittler ein Verfahren wegen des Verdachts auf Sabotage und einer terroristischen Straftat im Auftrag eines auslndischen Geheimdienstes ein.
Der Brand war am Abend des 23. September an einer Starlink-Anlage im Dorf Wola Krobowska nahe Grójec in der zentralpolnischen Woiwodschaft Masowien ausgebrochen. Zwei Tage später leiteten die Ermittler ein Verfahren wegen des Verdachts auf Sabotage und einer „terroristischen Straftat im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes“ ein. Photo: Wikideas1, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons

Innenminister Marcin Kierwiński sagte vor Journalisten in Warschau, die deutschen Behörden hätten die Männer im Zusammenhang mit dem Brand vom 23. September nahe der zentralpolnischen Stadt Grójec festgenommen. „Es war ein Sabotageakt“, sagte Kierwiński. Die deutschen Behörden hätten auf Grundlage von Erkenntnissen der polnischen Agentur für Innere Sicherheit (ABW), der Polizei und der Staatsanwaltschaft gehandelt. „Nach ihrer Überstellung nach Polen werden sie wegen Sabotage und des Handelns im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes angeklagt“, so Kierwiński. Die europäischen Haftbefehle gegen die beiden Verdächtigen seien in der vergangenen Woche erlassen worden.

Ministerpräsident Donald Tusk erklärte auf X, die Verdächtigen würden sich „in Polen vor Gericht verantworten müssen“. Der für die polnischen Geheimdienste zuständige Minister, Tomasz Siemoniak, sagte, es bestehe „kein Zweifel daran, dass russische Geheimdienste hinter diesem Sabotageakt stecken“. Russische Nachrichtendienste würden bei solchen Operationen immer öfter auf Personen mit Verbindungen zur kriminellen Unterwelt zurückgreifen.

Polizeipräsident Marek Boroń teilte mit, die Ermittler hätten die Vorbereitungen der Verdächtigen für den Anschlag sowie ihre Flucht vom Tatort rekonstruiert. „Wir haben Aufnahmen sichergestellt, die diese konkrete Tat dokumentieren“, sagte Boroń. Den Ermittlern lägen zudem Fingerabdrücke und DNA-Spuren sowie Informationen zu den Bewegungen der Verdächtigen vor. Man wisse, wann sie nach Polen ein- und wieder ausgereist seien. Boroń zufolge lebte einer der Verdächtigen in Deutschland, während der andere das Land verlassen musste.

Der Brand war am Abend des 23. September an einer Starlink-Anlage im Dorf Wola Krobowska nahe Grójec in der zentralpolnischen Woiwodschaft Masowien ausgebrochen. Zwei Tage später leiteten die Ermittler ein Verfahren wegen des Verdachts auf Sabotage und einer „terroristischen Straftat im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes“ ein. Die Starlink-Anlage wird vom staatlichen Telekommunikationsunternehmen Exatel betrieben. Sie dient als Internetknotenpunkt für Datenverkehr, der über Polen unter anderem in die Ukraine weitergeleitet wird.

PAP/TVPinfo/ps

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