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Poczobut zum Konflikt um das Verfassungsgericht: „Jubel in Russland und Weißrussland“

31.10.2026 12:00
„Der Jubel in der weißrussischen und russischen Propaganda war leicht vorherzusehen. Je größer das politische Chaos in Polen, desto größer ist ihre Zufriedenheit. Sie stehen auf keiner Seite des Streits um das Verfassungsgericht. Ihr Interesse ist ein anderes: Sie wollen den Konflikt anheizen. Je mehr wir untereinander zerstritten sind, desto besser für sie“, erklärte Andrzej Poczobut, polnisch-weißrussischer Journalist und Aktivist der polnischen Minderheit sowie der Opposition in Weißrussland. Damit nahm er Bezug auf die turbulente Nacht vor dem Verfassungsgericht.
Poczobut war 2021 in eine Strafkolonie in Weirussland gebracht worden. Ihm wurde die Rechtfertigung des Nationalsozialismus vorgeworfen. Sein Martyrium endete im April dieses Jahres. Im Rahmen eines polnisch-weirussischen Gefangenenaustauschs gelangte er damals nach Polen. Er hatte 1.860 Tage in weirussischer Haft verbracht und Folter erlitten
Poczobut war 2021 in eine Strafkolonie in Weißrussland gebracht worden. Ihm wurde die „Rechtfertigung des Nationalsozialismus“ vorgeworfen. Sein Martyrium endete im April dieses Jahres. Im Rahmen eines polnisch-weißrussischen Gefangenenaustauschs gelangte er damals nach Polen. Er hatte 1.860 Tage in weißrussischer Haft verbracht und Folter erlittenPiotr Podlewski/Polskie Radio

Zur extremen Polarisierung und sogar zum Einsatz von Gewalt im Streit um das Verfassungsgericht hat sich der ehemalige politische Gefangene und Sacharow-Preisträger für geistige Freiheit, Andrzej Poczobut, geäußert. Er erklärte, die Propaganda aus dem Osten nutze die gesellschaftlichen Bruchlinien in Polen gezielt aus.
„Der
Jubel in der weißrussischen und russischen Propaganda war leicht vorherzusehen. Je größer das politische Chaos in Polen, desto größer ist ihre Zufriedenheit. Sie stehen auf keiner Seite des Streits um das Verfassungsgericht. Ihr Interesse ist ein anderes: Sie wollen den Konflikt anheizen. Je mehr wir untereinander zerstritten sind, desto besser für sie“, schrieb Andrzej Poczobut.

Poczobut war 2021 in eine Strafkolonie in Weißrussland gebracht worden. Ihm wurde die „Rechtfertigung des Nationalsozialismus“ vorgeworfen. Sein Martyrium endete im April dieses Jahres. Im Rahmen eines polnisch-weißrussischen Gefangenenaustauschs gelangte er damals nach Polen. Er hatte 1.860 Tage in weißrussischer Haft verbracht und Folter erlitten.

Nächtliche Ereignisse vor dem Verfassungsgericht
Am Freitag gegen 18 Uhr wurde auf der Internetseite des Verfassungsgerichts mitgeteilt, dass die dienstlichen Tätigkeiten von Gerichtspräsident Bogdan Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański vorübergehend ausgesetzt worden seien. Die Aufgaben der Gerichtsleitung übernahm Anna Korwin-Piotrowska, die dienstälteste Richterin. Das Verfassungsgericht hat dieser Mitteilung in den sozialen Medien widersprochen und erklärt, seine Internetseite sei unrechtmäßig übernommen worden.

Vor dem Gerichtsgebäude haben sich daraufhin Demonstranten versammelt, darunter Politiker der rechten Opposition. Es wurde gebetet und die patriotische Hymne „Rota“ sowie die Nationalhymne gesungen. Einer der Demonstranten hat in Begleitung des PiS-Abgeordneten Mariusz Gosek versucht eine Sicherungskette am Eingangstor mit einen Winkelschleifer zu durchtrennen.

Die Polizei in Warschau teilte mit, ihre Beamten hätten auf dem Gelände des Verfassungsgerichts dienstliche Maßnahmen durch geführt. Sie berief sich dabei auf Hinweise von Richterin Korwin-Piotrowska auf mögliche Gefahren für Leib und Leben der Richter und Mitarbeiter sowie auf das Risiko einer Störung der öffentlichen Ordnung. Die Polizei hat drei Personen festgenommen, die über den Zaun geklettert waren.

PAP/RMF24/ps

Andrzej Poczobut im Europäischen Parlament: Vergesst die politischen Gefangenen nicht

17.06.2026 22:00
Über die Lage politischer Gefangener, die Repressionen gegen die polnische Minderheit und das Fehlen der Meinungsfreiheit in Weissrussland hat Andrzej Poczobut im Europäischen Parlament gesprochen. Der Träger des Sacharow-Preises trat damit erstmals seit seiner Freilassung aus einer weißrussischen Strafkolonie Ende April vor den Europaabgeordneten auf.

Andrzej Poczobuts Besuch in Weißrussland verläuft ohne Zwischenfälle

14.09.2026 20:00
Der Besuch von Andrzej Poczobut in Weißrussland verläuft ruhig und ohne Zwischenfälle, teilte die Vorsitzende des Bunds der Polen im Land mit. Der vor kurzem aus einem weißrussischen Gefängnis befreite polnische Aktivist trifft Landsleute und besucht Gedenkstätten. Am Dienstag kehrt er nach Polen zurück, um sich weiter für die Belange der Polen in Weißrussland einzusetzen.

„Die Verhandlungen haben die Repressionen nicht gestoppt.“ Poczobut zu Gesprächen zwischen USA und Belarus

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Für 25 freigelassene Menschen und ihre Familien seien die US-vermittelten Schritte von großer Bedeutung, sagt der frühere politische Gefangene und Polonia-Aktivist Andrzej Poczobut. Von einer politischen Öffnung sei man in Belarus jedoch weiterhin weit entfernt.

Streit um Verfassungsgericht: „Unrecht schafft kein Recht” vs. „Kopfstand mit Pirouetten”

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Machtkampf um Verfassungsgericht in Polen eskaliert

30.10.2026 23:36
In Polen spitzt sich der Konflikt um das Verfassungsgericht weiter zu. Am Freitagabend kam es vor dem Gericht in Warschau zu tumultartigen Szenen. Demonstranten durchtrennten eine Absperrkette am Eingang. Gerichtspräsident Bogdan Święczkowski gelangte zwar auf das Gelände, wurde dort aber von der Polizei gestoppt. Zuvor waren drei Menschen festgenommen worden, nachdem sie über den Zaun geklettert waren.