Deutsche Redaktion

Demografischer Einbruch: Polen schließt Geburtsstationen

23.03.2026 07:30
Polen hat in den vergangenen 15 Jahren rund ein Viertel seiner Geburtsstationen geschlossen. Grund ist der starke Rückgang der Geburtenzahlen von 413.000 im Jahr 2010 auf 238.000 im Jahr 2025. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums und des Statistikamts hervor.
Die Zahl der Geburtsstationen ist von 406 im Jahr 2010 auf 305 im Jahr 2025 gesunken, teilte das Gesundheitsministerium im Februar in Daten fr einen Parlamentsausschuss fr Patientenrechte mit.
Die Zahl der Geburtsstationen ist von 406 im Jahr 2010 auf 305 im Jahr 2025 gesunken, teilte das Gesundheitsministerium im Februar in Daten für einen Parlamentsausschuss für Patientenrechte mit. Фота: Shutterstock/didesign021

Die Zahl der Geburtsstationen ist von 406 im Jahr 2010 auf 305 im Jahr 2025 gesunken, teilte das Gesundheitsministerium im Februar in Daten für einen Parlamentsausschuss für Patientenrechte mit. In den vergangenen Jahren hat sich das Tempo der Schließungen erhöht. 2020 wurden zwölf Abteilungen für Geburtshilfe und Gynäkologie geschlossen, 2021 zehn und 2022 elf. Weitere sieben folgten 2023, elf im Jahr 2024 und 27 im Jahr 2025. Im Januar wurden drei weitere Stationen geschlossen, zwölf haben den Betrieb eingestellt. Der Rückgang der Geburten hält an: 2020 wurden noch 355.000 Geburten verzeichnet, im vergangenen Jahr waren es 238.000.

Niedrige Geburtenzahlen untergraben die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Geburtsstationen. Krankenhäuser werden pro Leistung vergütet. Entbindungen tragen indes auch bei geringer Auslastung fixe Personalkosten. Die durchschnittliche Auslastung der Geburtsstationen lag 2024 bei unter 60 Prozent. Der Nationale Gesundheitsfonds (NFZ) zahlt rund 2.800 Euro pro Geburt, einschließlich für die Versorgung für Neugeborenen. Im Februar hatte der Fonds eine Finanzierung für sogenannte Geburtsräume in Krankenhäusern ohne Geburtsstation eingeführt, sollten diese mehr als 25 Kilometer von der nächsten Geburtshilfe entfernt liegen. Laut Branchenberichten habe bislang noch kein Krankenhaus beschlossen, solche Einrichtungen einzuführen.

PAP/ps

Polens Bevölkerung schrumpft auf 37,6 Millionen

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„Russland schrumpft. Der Kreml verschleiert demografische Daten"

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Die Veteranin der ukrainischen Politik und ehemalige Ministerpräsidentin ist den Fängen der Behörden zum Opfer gefallen, die im Kampf gegen Korruption in Kiew offenbar inzwischen niemanden mehr verschonen. Die öffentliche Verwaltung werde bereits doppelt so häufig angegriffen wie Finanzanstalten oder der Energiesektor. Und : „Herr Premier, bitte stoppen Sie diesen Wahnsinn!“