Deutsche Redaktion

Falschalarm bei Präsidentenmutter: PiS will Misstrauensvotum

26.05.2026 12:13
Die PiS kündigte im Sejm einen Misstrauensantrag gegen Innenminister Marcin Kierwiński an. Das Innenministerium verteidigt das Vorgehen der Einsatzkräfte.
Szczegóły śledztwa ws. alarmów. Specjalna grupa w policji
Szczegóły śledztwa ws. alarmów. Specjalna grupa w policjiReuters

Nach dem Falschalarm in der Wohnung der Mutter von Präsident Karol Nawrocki verschärft sich der Streit zwischen Regierung, Präsidialamt und Opposition. Die PiS kündigte im Sejm einen Misstrauensantrag gegen Innenminister Marcin Kierwiński an. Er habe die Dienste nicht unter Kontrolle, so der Vorwurf der Partei.

Am Samstag waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst nach zwei Meldungen über einen angeblichen Brand und Lebensgefahr in die Wohnung in Gdańsk eingedrungen. Die Tür wurde gewaltsam geöffnet; die Wohnung war leer, ein Brand wurde nicht festgestellt. Die Staatsanwaltschaft in Gdańsk ermittelt wegen falscher Alarmierung, die Ermittlungen führt das Zentrale Büro zur Bekämpfung von Cyberkriminalität.

Das Innenministerium verteidigt das Vorgehen der Einsatzkräfte. Bei Hinweisen auf Gefahr für Leben und Gesundheit müssten die Dienste handeln. Zugleich gibt es Streit über den Schutzdienst SOP: Nach Darstellung des Innenministeriums war die Wohnung nicht als vom Präsidenten genutzter Ort gemeldet. Das Präsidialamt weist die politische Verantwortung dagegen der Regierung zu.

IAR/adn

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