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EU-Botschafter verständigen sich auf Rekorderweiterung der Russland-Sanktionsliste

07.10.2026 11:20
Die geplanten Einreiseverbote und Vermögenssperren richten sich vor allem gegen Unternehmen und Führungspersonal des russischen Rüstungssektors. Parallel plant Brüssel Maßnahmen wegen Abstimmungen in besetzten ukrainischen Gebieten.
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Zdjęcie ilustracyjneFoto: trade.gov.pl

Die EU-Botschafter haben sich vorläufig darauf verständigt, die Russland-Sanktionsliste um fast 1.600 Personen und Unternehmen zu erweitern. Für die Gelisteten sind Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögen vorgesehen. Die Namen bleiben bis zur Veröffentlichung im EU-Amtsblatt vertraulich.

Es wäre die größte einmalige Erweiterung der Liste, auf der bereits knapp 3.000 Personen, Unternehmen, Institutionen und Organisationen stehen. Nach Informationen des Polnischen Rundfunks zielt der Schritt ausschließlich auf den russischen militärisch-industriellen Komplex. Vorgesehen sind Einträge gegen Führungskräfte und Fachleute von Firmen aus der Luft- und Raumfahrt, dem Raketen- und U-Boot-Bau, der Chemie- und Metallbranche sowie aus Wartung und Reparatur militärischer Systeme. Betroffen sein sollen auch Produzenten von Elektronik sowie Funk- und Telekommunikationstechnik mit ziviler und militärischer Verwendung.

Daneben arbeitet die EU an Sanktionen gegen Organisatoren und Kandidaten der von Russland abgehaltenen Abstimmungen in besetzten ukrainischen Gebieten. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete diese Wahlen im Europaparlament als Verstoß gegen das Völkerrecht. „Der einzige Weg, das Töten in der Ukraine zu stoppen, ist maximaler Druck auf Russland“, sagte sie. Kallas bekräftigte: „Die Krim, Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja sind Teil der Ukraine.“

IAR/PAP/adn


EU verhängt neue Sanktionen wegen Verschleppung ukrainischer Kinder

29.09.2026 10:49
Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Personen und Organisationen wegen der Verschleppung und Zwangsassimilation ukrainischer Kinder verhängt. Betroffen sind zehn Personen und 17 Organisationen beziehungsweise Einrichtungen. Gegen sie gelten unter anderem Einreiseverbote und Vermögenssperren.

„Wird Südeuropa Russlands Charme widerstehen?"

29.09.2026 13:30
Bislang hätten die Spanier ebenso wie die Franzosen und Italiener ein Einreiseverbot für Russen in die EU abgelehnt. Am Montagabend änderte sich dies jedoch bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister. Sollten die hybriden Angriffe des Kremls weiter zunehmen, wolle die EU ihre Unterstützung für die Ukraine noch weiter verstärken. Russlands feindselige Aktivitäten gegen Europa habe man noch vor mindestens einem halben Jahr als hybriden Krieg bezeichnen können. Wenn man den Konflikt mit Russland nicht neu definiere, werde man keine geeigneten Mittel finden, um der Eskalation der aggressiven Aktivitäten des Kremls wirksam entgegenzutreten. Und: Die wirklich wichtigen Entscheidungen für die Welt werden schon seit Langem nicht mehr im Rahmen der UN getroffen. Mehr dazu im Pressespiegel.

Schutzräume nur auf dem Papier? - „Beschlagnahmung und Sanktionen" oder „Regimewechsel und Raketen"? - Sikorski zu G20-Einladung für Putin

01.10.2026 12:14
Polen kennzeichnet Zehntausende Keller und Tiefgaragen als Zufluchtsorte. Doch schützt ein Schild an der Kellertür im Ernstfall vor einem Luftangriff? Das Wirtschaftsblatt Dziennik/Gazeta Prawna kritisiert den Vorstoß als viel zu kurz gegriffen. Außerdem: Ist es an der Zeit, eingefrorene russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Oder würde Moskau den Krieg nur infolge von entschiedener militärischer Unterstützung für die Ukraine beenden? Würde Außenminister Radosław Sikorski Putin die Hand geben? Und: Frankreich als Versuchslabor für russische Propagandanarrative? Mehr dazu in der Presseschau.