Deutsche Redaktion

Friedensgespräche zur Ukraine sollen Anfang März in Abu Dhabi weitergehen

27.02.2026 12:04
Selenskyj sagte in einer Ansprache am Abend des 26. Februar 2026, Umfang und Termin der Gespräche seien vorläufig abgesteckt. Zugleich zeigte sich Selenskyj skeptisch: Russland sei nicht bereit für Frieden, es gebe keine Hinweise, dass Kremlchef Wladimir Putin den Krieg stoppen wolle.
Prezydent Ukrainy, Wołodymyr Zełenski.
Prezydent Ukrainy, Wołodymyr Zełenski.PAP/Vladyslav Musiienko

Die nächste Runde der Gespräche über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs soll nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Anfang März in Abu Dhabi stattfinden. Zuvor war Genf als Ort genannt worden. Es wäre die vierte Verhandlungsrunde mit Delegationen aus der Ukraine, Russland und den USA.

Selenskyj sagte in einer Ansprache am Abend des 26. Februar 2026, Umfang und Termin der Gespräche seien vorläufig abgesteckt. Er sprach sich zudem für ein Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs aus. Ein solches Format könne in entscheidenden Fragen den Durchbruch bringen. Zugleich zeigte sich Selenskyj skeptisch: Russland sei nicht bereit für Frieden, es gebe keine Hinweise, dass Kremlchef Wladimir Putin den Krieg stoppen wolle.

Nach ukrainisch-amerikanischen Konsultationen äußerte sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Ein Treffen Selenskyjs mit Putin sei ein wichtiger Schritt, um einem Abkommen näherzukommen, sagte er. Zugleich machte Witkoff Sicherheitsgarantien zur Bedingung: Ein Friedensschluss sei nur denkbar, wenn die Ukraine überzeugt sei, dass Russland nicht erneut angreifen werde. Dafür brauche es „harte“ Sicherheitsprotokolle, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf die „New York Post“.

IAR/adn

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