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Militär-Experte: „Russland hätte ohne China zwei Drittel weniger Jet-Drohnen“

30.09.2026 12:13
Russland kann nach ukrainischer Einschätzung monatlich rund 3.000 Jet-Drohnen einsetzen. Kyjiw entwickelt schnelle Abfangdrohnen, doch fehlende Triebwerke und Komponenten verzögern deren Serienproduktion.
Eine russische Geran-5-Drohne
Eine russische Geran-5-DrohneDpsu.gov.ua, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons

Chinesische Komponenten sind nach Einschätzung des ukrainischen Militärexperten Walentyn Badrak entscheidend für Russlands Produktion von Jet-Drohnen. Ohne Lieferungen aus China hätte Russland rund zwei Drittel weniger dieser Fluggeräte zur Verfügung, betonte Badrak im Gespräch mit Polskie Radio.

Solche Drohnen hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Ziele und Objekte nahe der polnischen Grenze angegriffen. Russland setze vor allem auf den Typ Gerań-5. Der ukrainische Geheimdienst schätzt, dass Moskau monatlich etwa 3.000 Jet-Drohnen produzieren und einsetzen kann.

Russland könne höchstens etwa ein Drittel der benötigten Triebwerke selbst herstellen, erklärte Badrak. Die vergleichsweise günstigen Jet-Antriebe machten die Drohnen schnell und schwerer abzufangen. Nach ukrainischen Angaben besteht mittlerweile mehr als die Hälfte der von Russland eingesetzten unbemannten Fluggeräte aus Jet-Drohnen.

Die Ukraine entwickelt Abfangdrohnen mit Jet-Antrieb, doch ihre Serienproduktion stockt. Badrak zufolge fehlen in ukrainischen Werken trotz vorhandener Fertigungsmöglichkeiten einzelne Komponenten für die Triebwerke. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow erwartet einen breiten Einsatz der Abfangdrohnen nicht in den kommenden Wochen, sondern erst in einigen Monaten.

IAR/adn


Sikorski: Russland könnte in diesem Jahr „etwas Größeres“ vorbereiten

25.09.2026 06:49
Polen hat nach Angaben von Außenminister Radosław Sikorski Hinweise darauf, dass Russland noch in diesem Jahr „etwas Großes“ vorbereiten könnte. „Wir erhalten Informationen (...), dass Russland in diesem Jahr etwas Großes vorbereitet“, sagte Sikorski bei einer Gesprächsrunde des Council on Foreign Relations in New York.

Kallas warnt vor neuen russischen Sabotageakten in Europa

28.09.2026 10:49
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt vor weiteren russischen Sabotageakten in Europa. „Wir müssen wachsam bleiben, denn die Geheimdienstinformationen zeigen, dass Russland weitere Sabotageakte und Angriffe auf unsere Demokratien plant“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. „Russland will unsere Gesellschaften spalten und die Bürger einschüchtern, damit wir davon ablassen, der Ukraine zu helfen.“

„Ein kritischer Moment für die Welt" vs. „Polen hat nichts zu befürchten"

28.09.2026 13:22
Wie gefährlich ist Russland nach fast fünf Jahren Krieg gegen die Ukraine noch? In der polnischen Presse prallen zwei grundverschiedene Prognosen aufeinander. General Bogusław Pacek fordert die Polen auf, sich innerlich auf einen Krieg einzustellen. Der US-Politologe George Friedman hält Russland dagegen für eine geschlagene Regionalmacht und die AfD für keinen Grund zur Sorge. Außerdem: Wie hält Putin mit Hilfe des FSB die russischen Eliten in Schach? Und: Warum hat die EU zwei russische Milliardäre von ihrer Sanktionsliste gestrichen? Mehr dazu in der Presseschau.

„Wird Südeuropa Russlands Charme widerstehen?"

29.09.2026 13:30
Bislang hätten die Spanier ebenso wie die Franzosen und Italiener ein Einreiseverbot für Russen in die EU abgelehnt. Am Montagabend änderte sich dies jedoch bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister. Sollten die hybriden Angriffe des Kremls weiter zunehmen, wolle die EU ihre Unterstützung für die Ukraine noch weiter verstärken. Russlands feindselige Aktivitäten gegen Europa habe man noch vor mindestens einem halben Jahr als hybriden Krieg bezeichnen können. Wenn man den Konflikt mit Russland nicht neu definiere, werde man keine geeigneten Mittel finden, um der Eskalation der aggressiven Aktivitäten des Kremls wirksam entgegenzutreten. Und: Die wirklich wichtigen Entscheidungen für die Welt werden schon seit Langem nicht mehr im Rahmen der UN getroffen. Mehr dazu im Pressespiegel.