Deutsche Redaktion

Tusk reagiert zurückhaltend auf Einladung Polens in Trumps „Friedensrat“

20.01.2026 08:00
Jede Entscheidung über den Beitritt Polens zu einer internationalen Organisation erfordere die Zustimmung der Regierung und die Ratifizierung durch das Parlament, sagte Polens Ministerpräsident Donald Tusk am Montag. Damit signalisierte er Zurückhaltung, nachdem Präsident Karol Nawrocki von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an einem vorgeschlagenen neuen „Rat des Friedens“ eingeladen worden war.
Der Beitritt zu einer internationalen Organisation erfordert die Zustimmung der Regierung und die Ratifizierung durch das Unterhaus des Parlaments, schrieb Tusk auf X. Die Regierung wird sich ausschlielich von den Interessen und der Sicherheit des polnischen Staates leiten lassen. Wir werden nicht zulassen, dass man mit uns spielt, fgte er hi
„Der Beitritt zu einer internationalen Organisation erfordert die Zustimmung der Regierung und die Ratifizierung durch das Unterhaus des Parlaments“, schrieb Tusk auf X. „Die Regierung wird sich ausschließlich von den Interessen und der Sicherheit des polnischen Staates leiten lassen. Wir werden nicht zulassen, dass man mit uns spielt“, fügte er hiFilip Naumienko/REPORTER

„Der Beitritt zu einer internationalen Organisation erfordert die Zustimmung der Regierung und die Ratifizierung durch das Unterhaus des Parlaments“, schrieb Tusk auf X. „Die Regierung wird sich ausschließlich von den Interessen und der Sicherheit des polnischen Staates leiten lassen. Wir werden nicht zulassen, dass man mit uns spielt“, fügte er hinzu.

Zuvor hatte der außenpolitische Berater des Präsidenten, Marcin Przydacz, erklärt, Nawrocki habe eine Einladung von Trump erhalten. Er bezeichnete dies als Anerkennung der Rolle Polens auf der internationalen Bühne. Das Präsidialamt habe das Außenministerium um eine Stellungnahme gebeten, zudem seien Gespräche mit US-Vertretern geplant.

Berichten zufolge soll der Rat des Friedens die Umsetzung von Trumps Friedensplan für den Gazastreifen überwachen. Er könnte sich jedoch auch mit anderen internationalen Konflikten befassen, darunter dem Krieg in der Ukraine und der Lage in Venezuela. Den Vorsitz des Gremiums würde Trump selbst übernehmen. Medien zufolge könnte eine ständige Mitgliedschaft einen Beitrag von einer Milliarde US-Dollar erfordern. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat seine Einladung in den Rat am Sonntag veröffentlicht.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, seien Einladungen an rund 60 Länder verschickt worden, darunter Ägypten, die Türkei und Kanada. Nach Angaben der polnischen Presseagentur PAP zählen zu den vorgeschlagenen Mitgliedern unter anderem US-Außenminister Marco Rubio, Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der frühere britische Premierminister Tony Blair, der US-Milliardär und Investor Marc Rowan sowie Weltbankpräsident Ajay Banga. Eine Einladung sei auch an den russischen Diktator Wladimir Putin gegangen.

In der Präambel des Dokuments zur Gründung des Gremiums heißt es, bestehende internationale Institutionen hätten häufig versagt, globale Konflikte zu lösen. Dies wird weithin als indirekte Kritik an den Vereinten Nationen verstanden.

IAR/Reuters/PR/ps

Donald Tusk nach Gipfel der „Koalition der Willigen“: Polen soll Schlüsselrolle übernehmen

06.01.2026 22:00
Polen werde bei der logistischen und organisatorischen Absicherung jener Staaten, die die Ukraine unterstützen, eine führende Rolle spielen. Das kündigte Ministerpräsident Donald Tusk nach dem Treffen der „Koalition der Willigen“ an. Die Verbündeten würden „in keiner der Varianten“ mit einer Präsenz polnischer Truppen in der Ukraine rechnen. In den kommenden Tagen wolle Tusk zudem mit Präsident Karol Nawrocki über die Rolle Polens bei der Beendigung des Krieges in der Ukraine sprechen.

Tusk nach Treffen mit Nawrocki: „Wir werden versuchen, eine gemeinsame Linie zu verfolgen“

09.01.2026 15:50
Ministerpräsident Donald Tusk kündigte nach seinem Treffen mit Präsident Karol Nawrocki im Präsidentenpalast eine enge Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen an. Wie er betonte, sollen Fragen der Ukraine, Russlands und der Verteidigung aus den laufenden politischen Streit herausgenommen und zu einer gemeinsamen Linie des gesamten Staates werden.

“Herr Premier, bitte stoppen Sie diesen Wahnsinn!"

15.01.2026 14:30
Die Veteranin der ukrainischen Politik und ehemalige Ministerpräsidentin ist den Fängen der Behörden zum Opfer gefallen, die im Kampf gegen Korruption in Kiew offenbar inzwischen niemanden mehr verschonen. Die öffentliche Verwaltung werde bereits doppelt so häufig angegriffen wie Finanzanstalten oder der Energiesektor. Und : „Herr Premier, bitte stoppen Sie diesen Wahnsinn!“

Außenminister: Polen könnte Konsulat in Grönland öffnen

17.01.2026 14:00
„Auf Grönland gibt es auch unsere Landsleute. Vor einiger Zeit hatte KGHM dort sogar eine Explorationslizenz. Die gibt es inzwischen nicht mehr, sie wurde verkauft, aber so war es“, sagte Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski auf einer Pressekonferenz.

Modernste polnische Fähre feierlich getauft

18.01.2026 13:30
In Szczecin wurde am Samstag die neueste und größte polnische Fähre getauft. Das hochmoderne Schiff „Jantar Unity“ wird künftig auf der Route zwischen Świnoujście und dem schwedischen Trelleborg verkehren. Die Überfahrt soll in einer Rekordzeit von sechseinhalb Stunden erfolgen.