Deutsche Redaktion

Polnisch-ukrainische Erinnerungsarbeit: Sucharbeiten in Huta Pieniacka sollen im Juni beginnen

22.05.2026 11:16
Zugleich sollen die Arbeiten im ehemaligen Dorf Puźniki weitergeführt werden. Die Aufarbeitung des Massakers von Wolhynien bleibt ein heikles Thema in den Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine und hatte in der Vergangenheit wiederholt zu Spannungen zwischen Warschau und Kiew geführt.
Znicz przed pomnikiem zamordowanych w Hucie Pieniackiej
Znicz przed pomnikiem zamordowanych w Hucie PieniackiejVitaliy Hrabar, Agencja LUFA./ Facebook/PLinLviv

Polen und die Ukraine setzen ihre Zusammenarbeit bei Such- und Exhumierungsarbeiten fort. Kulturministerin Marta Cienkowska kündigte an, dass noch im Juni Arbeiten in Huta Pieniacka beginnen sollen. Zugleich sollen die Arbeiten im ehemaligen Dorf Puźniki weitergeführt werden.

Bei einem Treffen im Kulturministerium wurden weitere Schritte der polnisch-ukrainischen Erinnerungsarbeit beraten. Cienkowska betonte, die Beziehungen beider Länder erforderten Verantwortung, Dialog und Konsequenz. Schwierige historische Themen müssten ruhig und partnerschaftlich behandelt werden – mit Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien.

An dem Treffen nahm unter anderem Paweł Kowal teil, Vorsitzender der polnisch-ukrainischen Arbeitsgruppe für würdige Bestattungen. Nach Angaben des Ministeriums wurden die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst und Prioritäten für 2026 festgelegt.

IAR/adn


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Opfer des Massakers von Puźniki erhalten würdiges Begräbnis

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In der westukrainischen Stadt Mościska sind am Freitag die sterblichen Überreste polnischer Soldaten beigesetzt worden, die im September 1939 bei der Verteidigung Lembergs gefallen waren. Die Gebeine waren im August in Lwiw-Zboiska exhumiert worden. Insgesamt wurden in 34 Gräbern Soldaten zur letzten Ruhe gelegt.